"Panta Rhei": Klangwolke wird zum ganz großen Kino
LINZ. Nur noch wenige Tage, dann kann am 11. September mit der diesjährigen Klangwolke wieder ein fulminantes Ereignis mit Live-Publikum vor Ort im Donaupark Linz stattfinden. Alles fließt – „Panta Rhei“ bietet dieses Mal unter Leitung des internationalen Erfolgs-Regisseurs Robert Dornhelm ein Erlebnis, auf dass man sich freuen darf. Eintritt: wie immer frei, heuer ist eine Vorab-Registrierung nötig. Nicht fehlen dürfen im Reigen die Kinderklangwolke sowie die Klassische Klangwolke.

Für Brucknerhaus-Intendant und Liva-Vorstandsdirektor Dietmar Kerschbaum ist es vor allem wichtig, mit dem Klangwolken-Ensemble an zwei Wochenenden einen niederschwelligen Zugang zu Kunst und Kultur zu ermöglichen. Für die Linzer Klangwolker 21 präsentiert von Sparkasse OÖ und Linz AG sowie die Kinderklangwolke gelten freier Eintritt, für die Klassische Klangwolke sind die Karten um 5 Euro erhältlich.
Dieses Jahr wurde wie berichtet kein geringerer als Star-Regisseur Robert Dornhelm an Bord geholt. Gemeinsam mit Christoph Engel inszeniert er die Klangwolke. Viele Jahre wurde er gebeten, nun hat er endlich Zeit gefunden, wenn auch schwer - wie er im Tips-Interview erzählt.
Klar ist: „Die Klangwolke ist nicht so, wie einen Film zu machen. Hier müssen viele Elemente verbunden werden, das war ich nicht gewohnt.“ Die Geschwindigkeit eines Flusses, Schiffe, Projektionen – alles müsse bedacht werden. Sollte es technische Probleme geben, gebe es auch einen Plan B, verrät er, aber: „Fehler gehören zur Kunst, und Perfektion ist nicht unbedingt meine wichtigste Devise“, schmunzelt er vor Presse.
Recht viel mehr verrät er auch gut eine Woche vor der Klangwolke nicht. „Es gibt nicht eine Bühne, wo alles stattfindet. Es gibt viele Impressionen. Es wird hoffentlich poetisch, zum Schmunzeln und zum Träumen bewegen.“
Filmischer Soundtrack
Die Musik für das Spektakel wurde von Dornhelms „Haus- und Hof“-Komponisten Roman Kariolou komponiert, ein Auftragswerk für die Klangwolke, gespielt von einem großen Klangwolken-Orchester. „Ich habe mir Gedanken gemacht über das große Ganze, es geht um Geschichte, die musikalisch erzählt wird, Musik, die Bilder, Emotionen im Kopf erzeugt – und diese sind nicht unbedingt für jeden dasselbe.“ Der Musiker und Komponist, der in Linz studiert hat, findet es ganz wunderbar, seine Handschrift in Linz bei der Klangwolke zu hinterlassen.
Für das spektakuläre Bühnenbild zeigt Jaco Schaefer (aufgemoebelt KG) verantwortlich, ein Mittelpunkt ist eine überdimensionale, etwa 18 Meter hohe Harfe, die aus der Donau ragen wird.
Die Choreografie kommt von Akemi Takeya, für sie war es toll, mit Dornhelm zusammenzuarbeiten. „Er hat einen ganz anderen Stil und eine andere Ästhetik als ich.“ Die Choreografie funktioniere bei der diesjährigen Klangwolke als Duo, Silke Grabinger ist mit Luftchoreografien beteiligt. Dazu kommen 16 vorab gesuchte Darsteller.
Nicht fehlen dürfen ein Trommelschiff mit gewaltigen Trommeln aus aller Welt, das filmische Illusion und Realität einander gegenüberstellt, Licht und Laserinszenierungen und eine riesige Projektionsfläche.
Die Botschaft der diesjährigen Inszenierung für Bürgermeister Klaus Luger: „Die Zukunft ist gestaltbar, die Menschen haben sich mit der Vergangenheit und der Realität auseinanderzusetzen, aber Veränderungen sind nicht gleich Bedrohungen. Wir zeigen Optimismus, wir können etwas verändern, und auf diese Stimmungslage freue ich mich besonders.“
Durchdachtes Covid-Konzept, registrieren und kostenloses Ticket erhalten
Klar gilt die 3-G-Regel bei der Klangwolke vor Ort, um einen raschen und unkomplizierten Ablauf zu gewährleisten, sind drei Eingangsschleusen in das umzäunte Areal, das bis zu 100.000 Personen fassen kann, eingerichtet.
Vorab wird für Besucher ein Registrierungslink freigeschaltet: brucknerhaus.at/registrierungklangwolke, Registrierungen sind ab Donnerstag, 2. September, 8 Uhr möglich. Wer live vor Ort mit dabei sein will, meldet sich hier an – bekommt im Anschluss ein kostenloses personalisiertes digitales Ticket mit QR-Code, das er entweder ausgedruckt oder via Handy beim Einlass vorweist. Ebenfalls erforderlich ist zum 3G-Nachweis ein Lichtbildausweis.
Die Eingangsschleusen sind ab 16 Uhr geöffnet. Beginn der Inszenierung ist um 20.30 Uhr.
Für spontane Impfwillige wird von 18 bis 19.30 auch der Impfbus der Stadt Linz vor Ort sein.
Nächste Highlights folgen
Selbiges Sicherheitskonzept gilt für die Kinderklangwolke am nächsten Tag, 12. September, ab 14.30 Uhr. Mehr zu dieser gibt's hier.
Am 18. September, 19.30 Uhr, findet im Brucknerhaus der traditionelle Reigen seinen Abschluss, mit der Klassischen Klangwolke. „Frauenpower pur“ biete diese, so Kerschbaum. Es spielt das FSOA – Female Symphonic Orchestra Austria, ein reines Frauenorchester, unter der Leitung von Silvia Spinnato. „Wir spielen unbekannte Komponistinnen aus Klassik und Romantik. Viele symphonische Werke sind unbekannt und ungespielt, nie publiziert“, so die Dirigentin. Sie ärgere es und finde es schade, dass nur ein minimaler Prozentsatz der Werke von Frauen gespielt werde. Brucknerhaus-Chef Kerschbaum hat eine Widmung für das Konzert ausgerufen: „Das Brucknerhaus will ein Zeichen setzen. Mir ist es wichtig, dieses Konzert zu widmen, Frauen und Mädchen in Afghanistan. Das ist mir ein persönliches Anliegen.“ Tickets für die Klassische Klangwolke gibt's hier.
Mitermöglicht wird die Klangwolke von der Sparkasse OÖ, der Wiener Städtischen Versicherung Oberösterreich und der Linz AG.


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