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"Blicke auf den Tod": Veranstaltungsreihe am St. Barbara Friedhof

Nora Heindl, 29.09.2021 17:04

LINZ. Im Vorfeld von Allerheiligen lädt der St. Barbara Friedhof zum zweiten Mal ein, sich mit dem existentiellen Thema Tod aus verschiedenen Perspektiven zu beschäftigen. Die Veranstaltungs-Reihe „Blicke auf den Tod“ steht im Zeichen des „Memento mori“, des Eingedenkens der eigenen Sterblichkeit, die zum bewussten und guten Leben ermutigt.

 (Foto: Nik Fleischmann/St. Barbara Friedhof)
(Foto: Nik Fleischmann/St. Barbara Friedhof)

Los geht's am Dienstag, 5. Oktober, mit Olivier Messiaens „Quartett für das Ende der Zeit“, zum Besten gegeben von den Musikern Joel Bardolet (Violine), Dominic Chamot (Klavier), Pablo Barragan (Klarinette) und Elisa Silber (Violoncello). Komponiert und aufgeführt in einem Gefangenenlager während des zweiten Weltkriegs, gibt es wohl kaum ein anderes Stück im Repertoire der modernen Musik welches den Sieg des Geistes über die erschwerten Lebensbedingungen so zum Ausdruck bringt. Olivier Messiaen (*10.12. 1908, Avignon; † 27.4.1992, Paris) gilt als einer der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts und kann als Wegbereiter der seriellen Musik angesehen werden. Sein gesamtes Oeuvre ist von einer tiefen Spiritualität und Religiosität geprägt. 

Ein Gespräch über das Leben im Hospiz

„Dem Tag mehr Leben geben, nicht dem Leben mehr Tage“ (Cicely Saunders, Begründerin der modernen Hospizbewegung) - Am Dienstag, 12. Oktober, geht es weiter mit einem Gespräch über das Leben im Hospiz mit Rosemarie Kapplmüller. Seit vielen Jahren ist sie beruflich mit schwerkranken und sterbenden Menschen betraut. An diesem Abend hören die Besucher von ihren Erfahrungen mit Tod, Sterben und Trauer auf einer Palliativstation und dem Sankt Barbara Hospiz Linz. So sind Schönes, Humorvolles, Liebevolles in der letzten Lebensphase von großer Bedeutung. Lachen wie auch Weinen findet seinen Platz. Die Endlichkeit des Lebens darf bewusstwerden, der schwerkranke Mensch wird wahrgenommen und umsorgt. An diesem Abend soll/darf auch gefragt werden.

Tröstendes zum Thema Sterben, Tod, Trauer und das Danach

Berührende Worte und stärkende Musik stehen unter dem Titel „A woarms Goid“ am Dienstag, 19. Oktober, am Programm. Die eigene Endlichkeit, das Sterben eines lieben Menschen, die Zeit der Trauer, die Frage nach dem Tod und das Danach: der Lyriker und Theologe Stefan Schlager versucht für das, was uns beim Thema Tod besonders herausfordert und mitunter sprachlos macht, Worte zu finden, die einen neuen Blick eröffnen - und tragfähige Hoffnung. Zu hören sind an diesem Abend ausgewählte Mundart-Gedichte aus seinem Buch „A woarms Goid“ sowie ganz neue Trost- und Hoffnungsgedichte auf Hochdeutsch. Die Fagottistin und Theologin Barbara Sereinig begleitet musikalisch durch den Abend.

Alle drei Veranstaltungen finden am St. Barbara Friedhof, Friedhofstr. 1, in der großen Abschiedshalle statt. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Um freiwillige Spenden wird gebeten. Kostenlose Zählkarten sind beim Friedhofs-Portier, in der Friedhofs-Verwaltung, per Mail an office@barbarafriedhof.at oder telefonisch unter 0732 654514 erhältlich. Freie Plätze werden auch spontan vergeben.


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