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LINZ. Der Max-Beckmann-Preis 2022 der Stadt Frankfurt am Main geht an die in Linz geborenen Medien- und Performancekünstlerin Valie Export. Die Auszeichnung ist mit 50.000 Euro dotiert und wird alle drei Jahre vergeben.

Valie Export wurde mit dem Max-Beckmann-Preis ausgezeichnet. (Foto: Violetta Walkolbinger)
Valie Export wurde mit dem Max-Beckmann-Preis ausgezeichnet. (Foto: Violetta Walkolbinger)

Mit dem alle drei Jahre vergebenen Max-Beckmann-Preis ehrt die Stadt Frankfurt hervorragende Leistungen in den Bereichen Malerei, Grafik, Bildhauerei und Architektur. Die mit 50.000 Euro dotierte Auszeichnung wurde seit 1978 insgesamt fünfzehnmal vergeben. Nach Maria Lassnig, Barbara Klemm, Agnès Varda und Cindy Sherman ist Valie Export erst die fünfte Frau, die diesen Preis erhält.

In der Jury-Begründung wird Export als „eine Pionierin der Medien- und Aktionskunst, des experimentellen Films und eines künstlerischen Feminismus, der seit den 1960er Jahren die vorherrschende Wahrnehmung des weiblichen Körpers in einer patriarchalischen Gesellschaft radikal dekonstruiert hat“, bezeichnet. Sie habe sich schon früh mit Themen wie Geschlechterrollen, Zuschreibungen von Identität und der Befreiung aus Konventionen beschäftigt. „Dabei hat sie Grenzen zwischen Kunsträumen und Alltagswirklichkeit, Abbild und Realität, Theorie und Praxis überschritten, ist ein hohes persönliches Wagnis eingegangen und ebnete den Weg für zahlreiche Künstlerinnen, die eine entschieden weibliche Perspektive einnehmen.“

Eng mit Linz verbunden

Valie Export wurde 1940 in Linz geboren. Ihren Vorlass hat die Stadt Linz gekauft, damit wurde das Valie Export Center von Lentos und Kunstuni gegründet. Von 2003 bis 2008 war die Künstlerin Vorsitzende des Unirats der Kunstuni, 2008 bis 2013 Mitglied. 2009 erhielt sie das Ehrendoktorat.

Rektorin Brigitte Hütter: „Mit Valie Export gewinnt eine der profiliertesten lebenden Künstlerinnen der Gegenwart diesen renommierten Preis. Sie hat wie kaum jemand Umbrüche in der Gesellschaft durch ihre Kunst abgebildet und auch forciert. Wir gratulieren sehr herzlich.“


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