Hochbarocke Musik aus Venedig
LINZ. Die Internationalen Tage der Alten Musik an der Anton Bruckner Privatuniversität widmen sich von 27. bis 30. April hochbarocker Musik aus einem Sehnsuchtsort sowohl der damaligen wie der heutigen Zeit: Venedig.

Obwohl Venedig im 18. Jahrhundert auf der politischen Bühne nur mehr ein Nebenschauplatz war, blieb es ein Zentrum für Kunst und Kultur. Die vielen öffentlichen Opernhäuser, die berühmten Orchester der Waisenhäuser wie etwa das Ospedale della Pietà und die stets auch von hochwertiger Musik begleiteten rauschende Festkultur auch in den privaten Palazzi übten unwiderstehliche Anziehungskraft auf Komponisten, Instrumentalisten, Operndiven und Kastraten aus. Die zahllosen vermögenden Reisenden auf Grand Tour durch Italien eilten in Venedig von einer musikalischen Attraktion zur nächsten.
Vorträge, Kurse und Konzerte
Studierende, Absolventen und Dozenten widmen sich in Kursen vier Tage lang Kammermusik, Kantaten, Arien und geistlicher Musik von gebürtigen Venezianern wie Antonio Lotti, Antonio Vivaldi, Baldassare Galuppi, den Gebrüdern Marcello, Tomaso Albinoni, Maddalena Laura Lombardini Sirmen, doch auch von Komponisten und Musikern, die dem Ruf nach Venedig folgten: wie etwa Johann Adolf Hasse, Francesco Veracini, Ignazio Sieber, Paolo Benedetto Bellinzani und Johann Georg Pisendel.
Gestartet werden die Internationalen Tage der Alten Musik mit einem Einführungsvortrag von Lars E. Laubhold am Mittwoch, 27. April, um 16 Uhr im Kleinen Saal. Unter dem klingenden Titel „La Serenissima“ präsentieren die Dozenten dann um 19.30 Uhr in einem Konzert Werke von Nicola Porpora, Antonio Vivaldi und Baldassare Galuppi bei freiem Eintritt im Kleinen Saal der Universität.
Beim Abschlusskonzert am Samstag, 30. April, um 18 Uhr präsentieren die Kursteilnehmer die im Rahmen der Kurse erarbeiteten Werke.


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