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LINZ. Dominik Barta liest am Dienstag, 20. September, im StifterHaus aus seinem neuen Roman „Tür an Tür“. Nach seinem Debüt „Vom Land“ blickt der gebürtige Prambachkirchner darin auf das Leben in der Stadt.

Dominik Barta liest in Linz (Foto: www.leonhardhilzensauer.com)
  1 / 2   Dominik Barta liest in Linz (Foto: www.leonhardhilzensauer.com)

Kurt, Anfang 30 und homosexuell, hat endlich eine Anstellung als Lehrer und eine kleine Wohnung gefunden. Anfangs stören ihn die Geräusche aus der Nachbarwohnung sehr, doch als er Herrn Drechsler, der seit Jahrzehnten hier wohnt, kennenlernt, kann er sogar mit dessen Klospülung leben. Auch mit Regina, der Neuen aus dem vierten Stock, freundet Kurt sich rasch an. Und als nach einer gescheiterten Beziehung sein bester Freund bei ihm einzieht und einer seiner Schüler vor der großen Weltpolitik plötzlich bei ihm Zuflucht sucht, wird Kurt endgültig bewusst, was Familie auch bedeuten kann…

„Weil sein eigenes Leben eher trist ist, nimmt er umso mehr Anteil am Leben der anderen, konkret seiner Nachbarn“, so der 39-Jährige. Mit derselben Empathie wie in seinem Debütroman „Vom Land“ erzählt Dominik Barta vom Leben in der Stadt, von Identität und Einsamkeit, von Toleranz und Solidarität. Dabei will er der Gesellschaft aber keineswegs einen Spiegel vorhalten. „Ich bin kein Missionar. Ich möchte in erster Linie Bücher schreiben, die den Menschen gefallen, das ist ein ganz einfacher Wunsch als Autor.“ Aber er könne nur über das schreiben, was ihn selbst interessiert: „Und mich interessiert, wie sehr man für das Leben eines anderen verantwortlich ist oder auch nicht.“

Bedenken, sich nach dem erfolgreichen Debüt wieder ans Schreiben zu machen, hatte er nicht. „Weil Tür an Tür in seinem Inhalt und vor allem auch in manchen Figuren sogar älter ist als das erste Buch. Es war eher so, dass ich es mir umso mehr zugetraut habe, die erste Idee wieder aufzugreifen“, erzählt der heutige Wiener, der aber auch oft in Prambachkirchen anzutreffen ist: „Meine ganze Familie und auch viele Freunde leben nach wie vor dort.“

Dienstag, 20. September

StifterHaus, Linz | 19.30 Uhr

Eintritt frei


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