Gastspiel des Jelena Popržan Quartetts in den Kammerspielen
LINZ. In der Spielzeit 2021/2022 war Jelena Popržan in der gefeierten Geierwally-Produktion von Sara Ostertag für den musikalischen Teil verantwortlich. Am Mittwoch, 12. Oktober, ist sie mit ihrem Quartett in den Kammerspielen des Linzer Landestheaters zu Gast.

Jelena Popržan erfindet sich wieder einmal neu – und bleibt sich trotzdem treu. Die charismatische Violaspielerin, Sängerin und Soundkünstlerin aus Serbien, die mit Ensembles wie Catch-Pop String-Strong, Sormeh und Madame Baheux der hiesigen Musikszene einige Vitalität injiziert hat, stellt nun nach ihrem vielbeachteten Soloprogramm La Folia ein neues Projekt und dafür ein neues Team auf die Beine.
In einem Büchlein der Theodor Kramer Gesellschaft fand sie die Gedichte der polnisch-wienerischen Poetin Tamar Radzyner (1927-1991) und war tief beeindruckt. Die polnische Jüdin, die im bewaffneten Widerstand war und die Shoah überlebte, fand in Wien und in der deutschen Sprache eine neue Heimat, arbeitete mit Georg Kreisler und Topsy Küppers zusammen, und schrieb Gedichte voll heiterem Pessimismus und bitterem Witz.
Ihr setzt Jelena Popržan mit einem Liederzyklus ein musikalisches Denkmal. Den größeren Teil des Programms aber nehmen ihre brandneuen Instrumentalkompositionen ein, Stücke voll imaginativer Klangbilder und melodischer Geschichten, wobei ihr drei begnadete Fixgrößen der heimischen Jazzszene zur Hand gehen: Christoph Pepe Auer, Clemens Sainitzer sowie ihre Kollegin „Madame Baheux“ Lina Neuner.


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