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LINZ. Suzie Millers aufwühlender Monolog „Prima Facie“ feiert am Freitag, 6. Oktober, 19.30 Uhr, in den Kammerspielen Premiere – eine österreichische Erstaufführung.

Lorena Emmi Mayer schlüpft in die Rolle der Strafverteidigerin Tessa. (Foto: Robert Josipovic)
Lorena Emmi Mayer schlüpft in die Rolle der Strafverteidigerin Tessa. (Foto: Robert Josipovic)

Tessa (Lorena Emmi Mayer) hat es geschafft: Aus dem Arbeiterkind wurde eine gefragte Strafverteidigerin. Sie vertritt erfolgreich Männer, die wegen sexueller Übergriffe vor Gericht stehen. Immerhin hat jeder das Recht auf eine Verteidigung. Zudem kann sie sich als gute Verteidigerin profilieren, indem sie die beste Version einer Geschichte erzählt – entscheidend in solchen Fällen, steht doch meist Aussage gegen Aussage. Doch dann passiert etwas, das Tessa nicht für möglich gehalten hätte. Sie wird selbst zum Opfer und erlebt die Vorgänge im Gerichtssaal von der anderen Seite. Kann das männlich geprägte Justizwesen, dem sie ihr Leben verschrieben hat, der weiblichen Erfahrung von sexualisierter Gewalt gerecht werden?

Suzie Millers aufwühlender, mehrfach ausgezeichneter Monolog wurde 2019 in Australien uraufgeführt. Bei einer Live-Übertragung aus dem National Theatre London im Frühjahr 2022 sahen mehr als 300.000 Zuschauer die scharfe Anklage gegen das vermeintlich unfehlbare Rechtssystem.

Alle Spieltermine und Karten auf www.landestheater-linz.at

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