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LINZ. Von den Tiefen des Ozeans bis hin zu weit entfernten Galaxien reicht die Linzer Klangwolke 2024, präsentiert von Sparkasse OÖ und Linz AG, am 7. September um 20.30 Uhr. Unter dem Titel „Pioneers 52 Hz“ stehen acht Pioniere und ihre Leistungen für die Menschheit im Zentrum. Der Eintritt ist frei.

Die Klangwolke PAX im Jahr 2018 wurde ebenfalls von La Fura Dels Baus inszeniert. (Foto: Liva/Röbl)
  1 / 4   Die Klangwolke PAX im Jahr 2018 wurde ebenfalls von La Fura Dels Baus inszeniert. (Foto: Liva/Röbl)

Nikola Tesla gilt als Magier der Elektrizität, Melanie Klein als Pionierin der Kinder-Psychoanalyse. Mileva Einstein war die erste Frau, die jemals ein Mathematik- und Physikstudium aufnahm und später an den Forschungen beteiligt war, die bis zur Nobelpreis-Auszeichnung geführt haben. Pina Pausch zählt zu den  bedeutendsten Choreografinnen aller Zeiten und Jane Goodall, die Pionierin der Primatenforschung, erforschte als Erste wildlebende Schimpansen und sieht den Schutz des Planeten als oberstes Gebot sieht. Johannes Kepler ist der Begründer der modernen Naturwissenschaften, der belegte, dass sich die Planeten um die Sonne bewegen. Gustav Klimt ist einer der beliebtesten und zugleich umstrittensten Maler Österreichs und Vertreter des Wiener Jugendstils. Und die Wissenschaftlerin Marie Curie prägte das Worte radioaktiv.

Was sie eint, sind ihre Visionen, ihre Forschungen, ihre Expertisen, ihr Entdeckerdrang und ihr Mut, die im Zentrum der Linzer Klangwolke 2024 stehen. Genauso wie diese Pioniere, die anfangs oft belächelt wurden für ihre Ideen, ihren Forscherdrang, für ihr Infragestellen des Gegebenen, ihr Anderssein, sind es auch heute die Visionäre, die neue Wege eröffnen und uns immer wieder lehren, wie wichtig es ist, das scheinbar Unmögliche nicht auszuschließen.

Wiedersehen mit La Fura Dels Baus

Inszeniert wird die Klangwolke 2024 wieder vom international renommierten Künstlerkollektiv La Fura dels Baus unter Regisseur Carlus Padrissa, das sich schon für die Umsetzung der Klangwolke PAX im Jahr 2018 verantwortlich zeigte. Diese gilt als eine der spektakulärsten und beliebtesten Aufführungen in der Geschichte der Linzer Klangwolke mit rund 100.000 Besuchern.

Mit überdimensional großen Figuren haucht die katalanische Künstlergruppe der Geschichte auch heuer wieder Leben ein. Darunter der „einsamste Wal der Welt“, der aus den Wassermassen der Donau emporragt. Oder ein Gigant aus Stahl mit 15 Metern Höhe, in den 40 Personen hineinpassen. Auch ein Auto will man so hoch als möglich fliegen lassen.

Vom unerforschten 52-Hertz-Ton bis in die Weiten der Galaxie

Warum Meer? Die Klangwolke macht sich auf, ein Rätsel zu lösen: Ein 52-Hertz-Ton, der immer wieder in der Tiefsee auftaucht und verstummt, und das seit 30 Jahren. Viele Forschungen stellten in der Vergangenheit die Hypothese auf, dass dieses unerklärliche Geräusch von einem Wal stammen könnte. Wenn sich diese Annahme bewahrheiten würde, wäre das die Entdeckung einer neuen Spezies, denn keine der bisher bekannten Walarten singt in dieser mysteriösen Frequenz.

Dieses Meeres-Echo lässt die Klangwolken-Besucher in ein Rätsel eintauchen, das die Neugierde weckt und einlädt, weitere tiefe Geheimnisse zu erforschen. Das Enigma des 52-Hertz-Tons wird das tönende Symbol der Klangwolke 24 und gleichzeitig ist sie es ein Aufruf für an moderne Entdecker, das Unerklärliche zu erklären, zu hinterfragen und zu erforschen.

Warum Weltall? Gustav Holsts weltberühmte Orchestersuite „The Planets“, gepaart mit einem extra für die Klangwolke entwickelten Sound Design von La Fura, liefert die musikalische Grundlage der diesjährigen Inszenierung.

Holst „The Planets“ gehört zu den ganz wenigen Kompositionen, die von der Astrologie beeinflusst sind. Die Suite für Orchester besteht aus sieben Sätzen, die jeweils mit einem Planeten des Sonnensystems verbunden sind und nach ihm benannt sind. Wobei Holst die Erde ausließ. Pluto verlor 2006 seinen Status als Planet.

Natürlich darf auch Anton Bruckner in seinem Jubiläumsjahr in der musikalischen Umrahmung nicht fehlen.

130 Statisten gesucht

Für die Klangwolke werden 130 Statisten gesucht, die den riesigen szenischen Elementen und Figuren von La Fura dels Baus Leben einhauchen. Dementsprechend braucht es körperliche Fitness und keine Angst vor Höhe. Idealerweise, aber nicht zwingend notwendig, gibt es Erfahrung aus Sport, Tanz, Theater oder Zirkus.

Der Einsatzzeitraum erstreckt sich von 2. bis 7. September vor nachmittags/abends für Proben und die Vorstellung. Jeder Teilnehmer erhält neben der Verpflegung einen Unkostenbeitrag von 50 Euro.

Anmeldungen dafür sind ab sofort möglich bei Katrin Fink im Brucknerhaus (0660 3951870, katrin.fink@liva.linz.at)


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