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LINZ. Im Zentrum von Linz, genauer gesagt am OK-Platz, erinnert nun die Audio-Skulptur „5 vor 12. Unerhörter Widerstand“ der Künstlerinnen Sabrina Kern und Mariel Rodríguez an Frauen im Widerstand gegen das NS-Regime in Oberösterreich. Mit zahlreichen Gästen hat Landeshauptmann Thomas Stelzer am Dienstag, 17. September, das Mahnmal eröffnet.

V. l.: Alfred Weidinger (OÖ LGK), die Künstlerinnen Mariel Rodriguez und Sabrina Kern, Martina Gugglberger (JKU) und LH Thomas Stelzer (Foto: Mathias Lauringer)

Jeden Samstag um 5 vor 12 Uhr würdigt die Audio-Skulptur mit einem lauten Aufschrei eine Frau, indem ihr Name, der Ort und die Art ihrer Widerstandshandlung genannt werden. Die formale Gestaltung der Skulptur greift die sich im realen Raum ausbreitenden Schallwellen visuell auf, gleichzeitig entsteht ein Gehörgang, der betreten werden kann. Die Namen und widerständigen Handlungen der Frauen können durch das Durchqueren der Skulptur hörbar gemacht werden.

Mit diesem einzigartigen Projekt entsteht inmitten der Landeshauptstadt ein Ort, der auf die von der Gesellschaft bisher kaum beachtete Rolle von Frauen im Widerstand gegen das NS-Regime in Oberösterreich aufmerksam macht. Das Projekt soll die Erinnerung lebendig halten und zur Reflexion über die Handlungsspielräume von Widerstand in unterschiedlichen gesellschaftlichen Verhältnissen anregen.

Sabrina Kern und Mariel Rodríguez dazu: „Mit unserer Arbeit haben wir ein Denkmal geschaffen, das unüberhörbar und unerhört im öffentlichen Raum Platz nimmt. Bei der Auswahl der zu würdigenden Frauen wurde ein breiter Widerstandsbegriff angewendet, der viele verschiedene Handlungen umfasst. Mit den Sprecherinnen des Denkmals wird außerdem ein Gegenwartsbezug hergestellt. Was konnte damals und was kann heute widerständiges Handeln sein?“

Mehr Infos und die Biografien der widerständigen Frauen und der Sprecherinnen unter: https://www.ooekultur.at/5vor12


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