Was das Internationale Brucknerfest 2026 zu bieten hat
LINZ. „Endlich“ lautet der Titel, unter dem sich das Brucknerfest von 13. bis 30. September im Brucknerhaus und in ganz Linz entfaltet.
Mit dem Festakt am 13. September wird das Brucknerfest 2026 feierlich eröffnet. Am Pult des OÖ Jugendsinfonieorchesters debütiert die Dirigentin Kajsa Boström, auf dem Programm steht eine Uraufführung von Thomas Doss. Am Abend bringen Markus Poschner und Cembalostar Jean Rondeau mit Poulencs „Concert champêtre“ die Natur in den Konzertsaal.
Am 14. September lassen die Pianisten Brad Mehldau und Kirill Gerstein Klassik und Jazz miteinander verschmelzen.
Rund um Gerald Heideggers Kurzfilm „Heast Bruckner“ liest und spricht Austrofred am 15. September über Bruckner. Das Atalante Quartett spielt dessen Streichquartett im ORF-Landesstudio OÖ.
Am 16. September bringt das Mahler Academy Orchestra Mahlers Neunte sowie dessen „Kindertotenlieder“ auf Originalinstrumenten zur Aufführung.
Die Vernissage der Ausstellung „Klang und Farbe“ wird am 17. September gefeiert. Menschen mit Beeinträchtigungen präsentieren Übermalungen von Komponistenporträts.
Lars Eidinger kommt am 18. September gemeinsam mit dem Schlagzeuger George Kranz in den Posthof, um Liebesgedichte von Thomas Brasch vorzutragen.
Am 19. September tritt Tschaikowskis 6. Symphonie „Pathétique“ in den Dialog mit dem Hornkonzert von Steingrímur Rohloff, gespielt von Stefan Dohr, Solohornist der Berliner Philharmoniker.
Luchino Viscontis erster Farbfilm „Senso“ (1954) mit Bruckners 7. Symphonie ist am 20. September im Moviemento zu sehen.
Johann Sebastian Bachs Sonaten und Partiten für Violine solo interpretiert Christian Tetzlaff am 23. September im Alten Dom.
Am 24. September stellt die Pianistin Hanni Liang Frederic Rzewskis Vertonung von Oscar Wildes „De profundis für sprechende Pianistin“ ins Zentrum.
Beim Schülerkonzert (10+) am 25. September trifft die Brucknerhaus-Orgel, gespielt von Weltstar Cameron Carpenter, auf einen Stummfilm von Charlie Chaplin.
Das Familienfest mit Konzerten, Führungen, Workshops und mehr wird am 26. September gefeiert. Am Abend zieht Cameron Carpenter mit Bearbeitungen von Bachs „Goldberg-Variationen“, Debussys „Prélude à l’après-midi d’un faune“ sowie Improvisationen über Themen Bruckners alle Register.
Am 27. September beteiligt sich das Brucknerhaus am Tag des Denkmals. Am Abend folgt die Linzer Erstaufführung von „Frühling. Leeres Land“ von Wolfgang Sauseng nach einem Text von Ingeborg Bachmann mit Johannes Hiemetsberger und dem Chorus sine nomine.
Christoph Sietzen und Motus Percussion bringen am 28. September den Klang von Wasserfällen in den Sportpark Lissfeld.
Am 29. September entdecken Kinder (6+) mit Martin Gasselsberger (Klavier) und Klaus Dickbauer (Saxofon) improvisierte Musik in der Brunnhofer Galerie. Am Abend stehen Improvisationen rund um Bruckner auf dem Programm.
Den Abschluss bildet am 30. September Johannes Brahms’ „Deutsches Requiem“ in Kombination mit Lilli Boulangers „Psaume 24“ mit Anja Bihlmaier und dem BBC Philharmonic Orchestra.
Bruckner erklingt in der Stadt
Während des gesamten Festivalzeitraums bringt Gitarrist und Geiger Severin Trogbacher in Kurzkonzerten Sätze, Motive und Melodien aus Bruckners Symphonien an unterschiedlichen Orten in Linz zum Klingen.
Konzerte an den Festtagen
An Bruckners 202. Geburtstag am 4. September erinnern Riccardo Chailly mit der Filarmonica della Scala und Shootingstar Alexander Malofeev an den Komponisten. An Bruckners 130. Todestag am 11. Oktober ist Franz Welser-Möst ein letztes Mal als Chefdirigent des Cleveland Orchestras in Linz zu erleben, ehe er dort 2027 nach 25 Jahren Abschied nimmt.
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