Frau.Macht.Film. zeigt weibliche Perspektiven auf der Leinwand
LINZ. Zum zwölften Mal werden weibliche Filmschaffende bei der feministischen Filmreihe Frau.Macht.Film. im Moviemento vor den Vorhang geholt. Sieben Filme samt Gesprächen und eine Podiumsdiskussion stehen von 12. bis 14. März auf dem Programm.

Frauen sind in der Filmbranche, insbesondere in Schlüsselpositionen wie Regie, Drehbuch oder Produktion, nach wie vor deutlich unterrepräsentiert. Dadurch bleiben viele Perspektiven, Geschichten und Lebensrealitäten auf der Leinwand unsichtbar. Das will das Filmfestival Frau.Macht.Film ändern.
„Filme spiegeln nicht nur unsere Gesellschaft wider, sie können auch unseren Blick auf sie verändern. Mit Frau.Macht.Film holen wir feministische Perspektiven auf die Leinwand und machen die Leistungen von Frauen im Film sichtbar“, unterstreicht FrauenstadträtinEva Schobesberger die Relevanz des Projekts.
Zum Programm
Den Auftakt bildet am Donnerstag, 12. März, 18 Uhr, der slowenische Oscar-Kandidat „Little trouble girls“ von Urška Djukić. Das mehrfach ausgezeichnete Spielfilmdebüt variiert ganz ohne Klischees eine Geschichte über weibliches sexuelles Erwachen.
Der Dokumentartfilm „Cutting through rocks“ (20 Uhr) von Sara Khaki handelt von Sara Shahverdi, der ersten gewählten Stadträtin ihres iranischen Dorfes, die dort mit den langjährigen patriarchalen Traditionen brechen will. Ihre Bemühungen junge Frauen zu stärken stoßen auf vermehrten Widerstand, was Sara nicht davon abhält die jungen Frauen heimlich im Motorradfahren zu unterrichten.
Am Freitag, 13. März, 18 Uhr, findet die alljährliche Podiumsdiskussion im Solaris statt. Die Journalistin und Filmkritikerin Julia Pühringer spricht mit Melanie Letschnig (Theater-, Film- und Medienwissenschaftlerin), Martina Resch (katholische Theologin), sowie Eva Schobesberger (Linzer Politikerin und Stadträtin) über Geschlechterrollen. Der Eintritt ist frei.
Im Anschluss um 20 Uhr wird das Regie-Debüt von Kristen Stewart „The chronology of water“ gezeigt. Die Adaption des preisgekrönten autobiografischen Bestsellers von Lidia Yuknavitch zeigt mit eindringlicher Kraft, wie aus Schmerz und Erfahrung große Kunst entstehen kann.
„Mein neues altes Ich“ der Dänin Louise Unmack Kjeldsen bricht mit Tabus, deckt Mythen und Fehlinformationen auf und rückt die Menopause in ein neues Licht. Der Dokumentarfilm ist am Samstag, 14. März, 19 Uhr, zu sehen.
Den Abschluss der Filmreihe bildet um 21 Uhr Julia Ducournaus intimes Körperkino „Alpha“, bei der eine mysteriöse Krankheit den Alltag der 13-jährigen Alpha ins Bedrohliche kippt.
Durch die drei Abende führt die Journalistin und Filmkritikerin Magdalena Miedl im Dialog mit Moderatorinnen aus der Filmbranche.


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