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Junge Kunst im historischen Gebälk der Ursulinen-Dachböden

Nora Heindl, 18.03.2026 13:44

LINZ. Kunst über oder vielmehr direkt unter den Dächern von Linz: Studierende der Kunstuni verwandeln historische Dachböden in Ausstellungsräume.

  1 / 2   "Wie zwei Schweinehälften im Schlachthof", beschreibt Flo Bogenmayr seine Installation mit Einkaufswagen. (Foto: Mark Sengstbratl)

„Claiming Limbo“ heißt die Ausstellung, die Studierende der Studienrichtung „Plastische Konzeptionen / Keramik“ von 18. bis 22. März auf den Dachböden der Ursulinenkirche und des Ursulinenhofs zeigen. 

Die Dachböden im Zentrum der Stadt sind abgeschirmte Orte: weder eindeutig Funktionsraum noch sichtbarer Teil des sakralen Raums. Sie dienen im besten Fall als Schutz der Gebäude, als Ablage, als Ort der Vorübergehenden. 

Nun laden das eindrückliche Gebälk und der ungewohnte Blick von oben auf das Deckengewölbe der Ursulinenkirche zu überraschenden Begegnungen zwischen Material, Architektur und Raum ein. Beginnend mit Oktober 2025 haben mehr als zwei Dutzend Studierende für die historischen Dachböden aus dem 17. Jahrhundert künstlerische Arbeiten entwickelt, die bis 22. März dem Publikum zugänglich sind. 

Rektorin Brigitte Hütter: „Die Kunstuniversität Linz freut sich sehr, dass unsere jungen Künstler*innen der Studienrichtung Plastische Konzeptionen / Keramik ihre Arbeiten auf den Dachböden der Ursulinenkirche und des ehemaligen Klosters, des Ursulinenhofs, präsentieren können. Die Schau an diesem besonderen Ort macht sie einem breiteren Publikum, insbesondere den Linzer*innen zugänglich.“

Martina Gelsinger, Kunsthistorikerin und Kuratorin, Fachbereich Kunst der Diözese Linz: „Die Verbindung von Kunst und Kirche hat eine Tradition, die über Jahrhunderte bis in die Gegenwart reicht: In der Diözese Linz gibt zeitgenössische Kunst wichtige Impulse und setzt ein starkes Lebenszeichen. Neben temporären Projekten wie der Reihe ‚Memento Mori‘ in der Fastenzeit, aktuell mit Magdalena Berger und Maria Nalbantova in der Krypta der Ursulinenkirche, sind Studierende und Absolvent*innen der Kunstuniversität Linz mit permanenten Gestaltungen in Sakralräumen und kirchlichen Einrichtungen in der gesamten Diözese Linz vertreten.“

Angelika Stummer, Verantwortliche für die Ursulinenkirche | Citypastoral | Tourismuspastoral: „Wir freuen uns sehr, dass Studierende der Studienrichtung Plastische Konzeptionen / Keramik der Kunstuniversität Linz mit ihren temporären künstlerischen Projekten den rund 300 Jahre alten Dachboden der Ursulinenkirche zu neuem Leben erwecken, mit ihren ortsspezifischen Interventionen die Besucher*innen inspirieren und neue Ebenen der Wahrnehmung eröffnen.“

Alfred Weidinger, wissenschaftlicher Geschäftsführer der OÖ Landes-Kultur GmbH: „Wir freuen uns, den Studierenden der Kunstuniversität Linz die Gelegenheit zu geben, ihre Arbeiten in einem unkonventionellen, kunstnahen Ambiente zu präsentieren – auf den Dachböden des Ursulinenhofs im Herzen der Stadt, in lichten Höhen und mit einem mystischen Flair, das an Künstler*innenateliers erinnert. Gerade in herausfordernden Zeiten ist es uns ein besonderes Anliegen, junge Menschen für Kunst und Kultur zu begeistern, sie zu fördern und in ihrem Wunsch zu bestärken, sich selbst künstlerisch zu verwirklichen.“

Ausstellung: 18.-22. März, jeweils 14-18 Uhr,

auf den Ursulinen-Dachböden, Landstraße 31, Linz

Führungen: 20.-22. März, 14.30 Uhr (DE) und 16.30 Uhr (EN)


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