Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

„Pretty Woman“ kommt als Musical nach Linz

Nora Heindl, 28.04.2026 12:05

LINZ. 1990 eroberte der Kinofilm „Pretty Woman“ die Welt im Sturm. Nun kehrt die Geschichte rund um die große Liebe, aber auch den Mut, seine Träume Wirklichkeit werden zu lassen, in Form einer neuen Musical-Inszenierung zurück. „Pretty Woman – Das Musical“ lädt von 14. Juli bis 16. August im Musiktheater zum Lachen, Weinen und Träumen ein.

Sofie De Schryver und Mathias Edenborn als Vivian und Edward (Foto: Marcel Götz)
Sofie De Schryver und Mathias Edenborn als Vivian und Edward (Foto: Marcel Götz)

Die romantische Komödie erzählt die Geschichte von Vivian und Edward – zwei Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Sie ist eine junge Frau, die sich als Prostituierte durchs Leben schlägt. Er ist ein wohlhabender, erfolgreicher Geschäftsmann. Was zunächst als nüchternes Arrangement beginnt, entwickelt sich zu einer Liebesgeschichte mit Kultstatus.

Zwischen Filmvorlage und eigener Interpretation

Julia Roberts, damals 22 Jahre alt, wurde an der Seite des 40-jährigen Richard Gere über Nacht zum Weltstar. Für ihre Rolle erhielt sie einen Golden Globe sowie eine Oscar-Nominierung. Für Musicaldarstellerin Sofie De Schryver ist es zugleich Ehre und Herausforderung, in diese Rolle zu schlüpfen: „Julia Roberts hat sehr viel Charme, ist witzig, intelligent und hat eine unglaubliche Präsenz. Ich versuche das zu ehren, gleichzeitig aber auch meine Version daraus zu machen. Denn natürlich bin ich nicht Julia Roberts, ich bin Sofie.“

Auch Mathias Edenborn, den Musicalbesucher bereits 2021 in „Wie im Himmel“ erleben konnten, sieht seine Rolle als Edward mit Respekt, aber ohne Ehrfurcht: „Die Chemie zwischen den beiden im Film ist etwas ganz Besonderes und für mich vielmehr eine große Inspiration.“

Dass Vergleiche mit dem Film unvermeidlich sind, ist beiden bewusst. „Einfach, weil jeder den Film kennt. Aber wir müssen den Mut haben zu sagen: Sie haben es großartig gemacht, aber wir machen es so“, so De Schryver. Denn gerade die Live-Inszenierung verleiht dem Stück eine Besonderheit. „Wir haben Musik, Tanz und echte Emotionen – und manchmal auch Fehler. Es ist Theater, kein Film. Jeder Abend ist anders“, ergänzt Edenborn.

Besonders intensiv erlebt De Schryver die Reaktion des Publikums im ersten Akt in der ikonischen Klavierszene: „Wenn Edward spielt, Vivian ihn überrascht und sie intim miteinander werden, aber Vivian nicht geküsst werden will. Dann habe ich immer den Eindruck, das Publikum hält den Atem an und es wird ganz leise im Saal.“

Herausfordernd aber wunderschön

Sofie De Schryver teilt sich die Rolle der Vivian je nach Vorstellung mit Shanna Slaap. Die Anforderung ist hoch: „Ich bin zweieinhalb Stunden fast durchgehend auf der Bühne, singe oder rede. Und wenn ich mal für 30 Sekunden nicht zu sehen bin, ziehe ich mich um. Ich habe nur eine Nummer, während der ich mal auf die Toilette gehen kann. Es ist schon herausfordernd, aber das macht es auch so besonders, und bevor man sich versieht, sind zweieinhalb Stunden wieder vorbei“, so De Schryver.

Mathias Edenborn hingegen steht als Edward allein auf der Bühne. Bei acht Vorstellungen pro Woche kommt es für ihn auf die richtige Einstellung an: „Wenn ich das damit vergleiche, was ein Familienvater tagtäglich zu meistern hat, habe ich es leicht. Außerdem habe ich jahrelang dafür gearbeitet und davon geträumt, Shows auf Broadway-Niveau spielen zu dürfen. Es ist einfach wunderschön, das Publikum zu begeistern.“

Mit welchem Gefühl sie die Zuschauer nach der Vorstellung am liebsten nach Hause schicken möchten? „Dass Träume wahr werden können.“

14. Juli bis 16. August 2026

Musiktheater Linz

Karten: landestheater-linz.at


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden