Theater Phönix eröffnet mit „Caligula“
LINZ. Das Linzer Theater Phönix eröffnet die neue Spielzeit am Donnerstag, 24. September, um 19.30 Uhr mit einer neuen Inszenierung von „Caligula“ des Literaturnobelpreisträgers Albert Camus. Der Klassiker folgt jenem römischen Kaiser, den die Geschichtsschreibung nur als wahnsinnigen Cäsaren kennt, durch seine Schreckensherrschaft.

In Anbetracht der Absurdität des Lebens und der tiefen Traurigkeit darüber, dass der Mensch sterben muss und deshalb nicht wirklich glücklich sein kann, beginnt der römische Kaiser Caligula, seine uneingeschränkte Macht dafür zu nutzen, Unmögliches von seinen Untertanen zu verlangen. Seine Vertrauten erfüllen ihm jeden grausamen Wunsch, während der Senat händeringend versucht, seine unberechenbarsten Launen zu zügeln und in produktive Bahnen zu lenken. Doch Caligula wünscht sich nur, den Mond zu besitzen …
Albert Camus verbindet großes Historiendrama mit einer bissig lakonischen Dialogführung und der berühmten Philosophie des Absurden. So wird aus einem antiken Tyrannen ein moderner Charakter, der in einem politischen System nach unbändiger Freiheit strebt, das seinem willkürlichen Handeln nicht Herr wird. In der Regie von Nicolas Charaux wird das Historiendrama zu einer Charakterstudie einer ganzen Machtgesellschaft, deren Fehler im Angesicht des Wahnsinns ans Tageslicht kommen.








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