Wenn Macht auf Wahn trifft: Theater Phönix eröffnet mit „Caligula“
LINZ. Das Linzer Theater Phönix eröffnete die neue Spielzeit mit einer neuen Inszenierung von „Caligula“ des Literaturnobelpreisträgers Albert Camus. Das Publikum feierte die Premiere mit viel Applaus und teils Standing Ovations.

Der Klassiker folgt jenem römischen Kaiser, den die Geschichtsschreibung nur als wahnsinnigen Cäsaren kennt, durch seine Schreckensherrschaft.
In Anbetracht der tiefen Traurigkeit darüber, dass der Mensch sterben muss und deshalb nicht wirklich glücklich sein kann, beginnt der römische Kaiser Caligula, seine uneingeschränkte Macht dafür zu nutzen, Unmögliches zu verlangen. Seine Vertrauten erfüllen ihm jeden grausamen Wunsch, während der Senat händeringend versucht, seine unberechenbarsten Launen zu zügeln.
Unter der Region von Nicolas Charaux gelingt dem Phönix-Ensemble, allen voran Martin Brunnemann als ein von Macht und Wahnsinn getriebener Caligula, ein beklemmendes Abbild eines Systems, das seinem Tyrannen nicht Herr wird. Ein besonderer Clou sind die beigen Masken, die die Gesichtszüge der Schauspieler verschleiern.
Fazit: eine starke Gesamtleistung des Ensembles, das trotz anspruchsvoller Kost auch Lacher entlockt.








Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden