Veranstaltungsreihe DonnaStage lädt zum feministischen Diskurs ein
LINZ. Mit der Veranstaltungsreihe DonnaStage setzt der Mariendom im Herbst den Dialog über Frauenbilder, Mutterschaft und gesellschaftliche Rollenbilder fort.

Wie entstehen Vorstellungen von Weiblichkeit? Welche Erwartungen prägen das Leben von Frauen? Diesen Fragen widmet sich DonnaStage im Mariendom. Die Reihe bringt Perspektiven aus Wissenschaft, Kirche und Gesellschaft zusammen und hinterfragt überlieferte Rollenbilder.
Organisiert werden die Abende von Kunsthistorikerin Anna Minta von der Katholischen Privat-Universität Linz und Theologin Martina Resch. „Statt Frauen auf festgelegte Rollenbilder zu reduzieren, möchten wir die Vielfalt von Frauenleben sichtbar machen und unterschiedliche Perspektiven ernst nehmen“, sagt Resch. Kooperationspartner sind die Universität und das Frauenbüro der Stadt Linz.
Maria als eigenständige Frau
Den Auftakt bildet am Dienstag, 13. Oktober, um 19 Uhr der Abend „Heilige Maria – Mutter und mehr“. Im Zentrum steht die Frage, wie Maria Vorstellungen von Weiblichkeit und Mutterschaft beeinflusst. Dabei wird sie nicht nur als religiöses Ideal betrachtet, sondern auch als eigenständige und mutige Frau.
Nach kurzen Impulsen diskutieren Andrea Taschl-Erber, Professorin für neutestamentliche Bibelwissenschaft an der Katholischen Privat-Universität Linz, die islamische Theologin Canan Bayram und Maria Katharina Moser, evangelische Pfarrerin und Direktorin der Diakonie Österreich.
Mutterschaft zwischen Erwartungen und Alltag
Am Donnerstag, 29. Oktober, um 19 Uhr folgt „Feminismus und Mutterschaft – (un)vereinbar?“. Der Abend beleuchtet gesellschaftliche Erwartungen an Mütter und fragt, welche Strukturen zu Überforderung beitragen.
Die Politikwissenschaftlerin und Genderforscherin Marie Reusch von der Universität Gießen hält den Vortrag „Werde Mutter, aber richtig. Mutterschaft als umkämpftes Terrain“.
Anschließend diskutieren Florina Platzer von der Beratungsstelle maiz, die Linzer Frauenbeauftragte Abena Carty-Pinner, Aloisianum-Maturantin Lucilla Abermann und Elfi Koblmüller, Leiterin des Fachbereichs Personalverwaltung und Dienstrecht der Diözese Linz.
„Die kritische Auseinandersetzung mit Geschlechterstereotypen ist ein wesentlicher Arbeitsbereich des Frauenbüros der Stadt Linz“, sagt Carty-Pinner. „DonnaStage ermöglicht uns diesen Diskurs auch in einem religiösen Umfeld zu führen.“
Beide Veranstaltungen finden bei freiem Eintritt im Domcenter am Linzer Domplatz statt.








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