Lentos entdeckt die Künstlerin Erika Rössing neu
LINZ. Rund 100 Gemälde von Erika Rössing sind bis 24. Jänner 2027 im Lentos zu sehen. Die Ausstellung „Die Einsamkeit der Dinge“ rückt eine wenig bekannte Malerin ins Licht, deren Werk eng mit der Linzer Kunstsammlung verbunden ist.

Vögel, Früchte, Körbe und Vasen prägen die Bilder von Erika Rössing (1903–1977). Doch die vertrauten Dinge wirken oft rätselhaft: Gegenstände schweben, zerfallen oder gehen in geometrischen Mustern auf. So entstehen stille, mitunter melancholische Bildwelten.
„Sie entwickelte ihre künstlerische Ausdrucksfähigkeit konsequent in einem einzigen Genre, dem Stillleben. Darin halten sich gegenständliche und abstrakte Elemente die Waage; die Bildaussagen bleiben rätselhaft und von stiller Poesie getragen“, so Lentos-Direktorin Hemma Schmutz.
Die Schau ist die erste Retrospektive der Künstlerin seit 1980. Ihren Kern bilden 50 Temperabilder, die ihr Ehemann Karl Rössing 1979 aus ihrem Nachlass der Neuen Galerie der Stadt Linz, der Vorgängerinstitution des Lentos, schenkte. Dazu kommen erstmals gezeigte private Leihgaben aus dem lange verschollenen Frühwerk aus der NS-Zeit. Ausgewählte Arbeiten ihres Ehemanns, der zu den bedeutenden österreichischen Grafikern des 20. Jahrhunderts zählt, machen zugleich den lebenslangen künstlerischen Dialog des Paares sichtbar.
„Mit der Ausstellung zu Erika Rössing bringt das Lentos eine Künstlerin zurück ins öffentliche Bewusstsein, deren Werk eng mit der Geschichte unserer städtischen Sammlung verbunden ist. Die 1979 erfolgte Stiftung von Karl Rössing ermöglicht es heute rund 100 Gemälde zu zeigen“, betont auch Kulturstadträtin Doris Lang-Mayerhofer.








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