OK Linz gibt Einblicke in Elisa Andessners Schaffen
LINZ. Das OK Linz widmet der Linzer Performance- und Medienkünstlerin Elisa Andessner die Ausstellung „Body Counts. Körperzählungen“. Von Samstag, 17. Oktober 2026, bis Sonntag, 21. Februar 2027, sind Arbeiten aus rund zwei Jahrzehnten zu sehen. Die Eröffnung findet am Freitag, 16. Oktober, um 18 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.

Die von Sandra Kratochwill kuratierte Schau umfasst Zeichnungen, Performances, Fotografien, Videos und Installationen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie gesellschaftliche Vorstellungen, Geschlechterrollen und Machtverhältnisse den Körper prägen. Ausgangspunkt für Andessners Arbeiten ist häufig ihr eigener Körper.
Historische Frauenbilder und körperliche Anstrengung
In „Tattooed“ aus dem Jahr 2025 überträgt Andessner historische Darstellungen von Frauenkörpern als temporäre Tattoos auf ihre Haut. Die Vorlagen stammen von Ansichtskarten deutschsprachiger Schützenfeste um 1900, auf denen Frauen als Zielscheiben dargestellt wurden.
Die Werkserie „Pirate Women*“ aus den Jahren 2019 bis 2024 beschäftigt sich mit historischen Frauenfiguren und der Frage, wessen Geschichten erinnert werden.
Für die Ausstellung wurde die ursprünglich 2007 entstandene Performance „Shaking Hands“ als Video-Installation neu umgesetzt. Darin hält die Künstlerin ein Tablett mit leeren Gläsern. Mit zunehmender Dauer werden die körperliche Anstrengung und die Schwierigkeit, das Gleichgewicht zu halten, sichtbar und hörbar.
Arbeiten aus Mexiko
Die Werkserien „Solidaridad“ und „¡No Morimos!“ entstanden im Zusammenhang mit Andessners Arbeitsaufenthalten in Mexiko. Sie verbinden Fotografien feministischer Proteste in Oaxaca de Juárez und Mexico City mit Interviews über persönliche Erfahrungen, Erinnerung, Trauer und Widerstand.
Andessner arbeitet seit den frühen 2000er-Jahren an der Schnittstelle von Performance, Fotografie, Video und Installation. Sie ist auch als Lehrbeauftragte an der Kunstuniversität Linz tätig.
Besuch der Ausstellung
Die Ausstellung im OK Linz, OK Platz eins, ist dienstags bis sonntags sowie an Feiertagen von zehn bis 18 Uhr geöffnet. Montags bleibt das Haus geschlossen.








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