Beweglichkeit, Geschick und Spaß – Ultimate Frisbee
Ultimate Frisbee gilt als „Randsportart“ und wird von der breiten Masse wenig wahrgenommen. Dabei ist dieser Sport vielseitig und für jeden Interessierten leicht erlernbar.
von Carina Mayr

Anfang der 70er-Jahre entstand Ultimate Frisbee in den USA. Ursprünglich wurde diese Sportart „nur“ als Unisport von Studenten betrieben. In den frühen 80er-Jahren fand der Sport auch in Österreich häufiger Anklang. Mittlerweile gibt es etwa 25-30 Ultimate-Frisbee-Vereine in ganz Österreich. Darunter auch der Linzer Verein ASKÖ amPullen.
So wird gespieltUltimate Frisbee ist ein schneller, attraktiver Teamsport ohne Körperkontakt, bei dem Mannschaften mit je sieben Spielern (auf dem Rasen) gegeneinander antreten. Ziel ist es, durch Passen das Frisbee in die Endzone zu befördern und dadurch einen Punkt zu erzielen, dabei darf das Frisbee den Boden nicht berühren. Laufen mit der Scheibe ist nicht gestattet. Gespielt wird mit einem genormten, 175 Gramm schweren Frisbee. Bei Ultimate Frisbee gibt es drei unterschiedliche Spielarten. Beim „Mixed“ müssen gleich viele Damen und Herren in einer Mannschaft spielen. Wie viele Frauen und Männer in der Mannschaft spielen ist gleich, wichtig ist nur, dass die gegnerische Mannschaft gleich aufgestellt ist. Beim „Open“ ist es egal, ob Damen oder Herren spielen und bei der Variante „Damen“ sind nur weibliche Spieler zugelassen. Neben dem „klassischen“ Spiel auf dem Rasen (Fußballfeldgröße) wird Ultimate Frisbee auch in der Halle und auf Sand gespielt (je fünf Spieler pro Mannschaft). Fair PlayUltimate Frisbee verfolgt den „Spirit of the Game“-Gedanken. Faires Spielen ist ein wichtiger Bestandteil der Spielkultur. Dies geht sogar so weit, dass bei Ultimate Frisbee keine Schiedsrichter im Einsatz sind. Nach einem Wettkampf bewerten sich die Mannschaften gegenseitig, aufgrund von Fairness oder Körperkontakt. Am Ende der Saison gewinnt dann die Mannschaft mit den besten Bewertungen den „Spirit of the Game“-Preis, welcher für ein faires Spielverhalten der Mannschaft spricht. ASKÖ amPullen LinzDer Linzer Ultimate Frisbee Verein feiert heuer im Oktober sein elfjähriges Bestehen. „Seit den letzten drei bis vier Jahren erfreuen wir uns auch über deutlich mehr Zuwachs“, erklärte Peter Holzinger, langjähriger Spieler beim ASKÖ amPullen. „Das Besondere an dieser Sportart, macht vor allem die Mischung aus. Man vereint verschiedene koordinative Fähigkeiten miteinander.“ Neben all diesen sportlichen Aspekten zählt für Peter Holzinger vor allem die soziale Komponente. „Wir fahren oft als Mannschaft auf Turniere, dadurch ist man fast das ganze Wochenende gemeinsam unterwegs, oder nach jedem Training wird sich noch gemütlich zusammengesetzt. So lernt man sich untereinander besser kennen und fördert den Zusammenhalt.“ „Sicherlich gibt es die eine oder andere Mannschaft, bei denen das Gewinnen und der sportliche Ehrgeiz an erster Stelle stehen“, muss Peter lachend zugeben. Prinzipiell trainieren die ASKÖ amPullen-Spieler zweimal in der Woche für etwa zwei Stunden. Bei Schönwetter kann es auch ausgedehnt werden. Für Anfänger und „junge Einsteiger“ werden passende Trainings, je nach Leistungsgrad, angeboten. „Wir freuen uns immer, wenn neue Leute vorbeischauen und würden uns auch über mehr weiblichen Zuwachs freuen. Auch wenn man kein guter Läufer ist, kann man mit anderen Fähigkeiten das Spiel beleben. Zum Ausgleich beispielsweise ist der eine talentierter im Werfen oder Fangen, oder man besitzt eine gute Spielübersicht. All das sind Faktoren, die das Spiel ausmachen und einen Verein derart lebendig macht“, so Peter Holzinger.
Trainings für Interessierte:
Vereinstraining: jeden Dienstag um 18 Uhr am Swingolf Platz LinzAnfängertraining: jeden Donnerstag um 18 Uhr am Pleschingersee - Infos


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