Arbeitslosigkeit steigt weiter
LINZ. Der Zugang in die Arbeitslosigkeit ist im Dezember weiter gesunken, dennoch liegt die Arbeitslosenquote um 0,2 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Allerdings ist die Arbeitskräftenachfrage im Jahresvergleich weiter deutlich über dem Vorjahr.

Die Arbeitslosenquote lag im Dezember bei 7,6 Prozent. Der größte Teil der gestiegenen Nachfrage nach Arbeitskräften entfiel auf den Dienstleistungssektor und den Produktionssektor. Insgesamt lässt sich feststellen, dass ein längerer Verbleib im Erwerbsleben, die Verschärfungen bei der Inanspruchnahme von Invaliditätspensionen sowie die stärkere Erwerbsbeteiligung von Frauen bei gleichzeitig nur geringem Konjunkturwachstum sich 2015 am heimischen Arbeitsmarkt massiv bemerkbar machten. Erstmals seit den 60er Jahren – die Zahlen davor sind nicht valide – steht 2015 bei der oberösterreichischen Arbeitslosenquote ein Sechser vor dem Komma: Mit 6,1 Prozent erzielt Oberösterreich ex aequo mit Vorarlberg die zweitbeste Quote nach Salzburg. Der steigende Betreuungs- und Finanzierungsbedarf stellt das AMS OÖ vor neue Herausforderungen. Mit 159 Millionen Euro ist das Förderbudget des AMS OÖ im Jahr 2016 etwas höher als 2015 (152 Millionen Euro), doch sind mehr Gelder durch Programmvorgaben gebunden. Die größten Budgetteile gehen in die Ausbildungsgarantie für Jugendliche – 22 Millionen Euro – sowie in Ausgaben für Personen über 50 Jahre wie Eingliederungsbeihilfe, Kombilohn, Beschäftigungsprojekte – zusammen 24 Millionen Euro. 3,3 Prozent des Förderbudgets sind für anerkannte Flüchtlinge reserviert. Für das Jahr 2016 wird derzeit eine Arbeitslosenquote von 6,6 Prozent prognostiziert.


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