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Manfred Scheuer übernahm diesen Sonntag im Zuge eines Gottesdienstes im Mariendom das Amt des Linzer Bischofs.

Feierliche Amtsübernahme von Diözesanbischof Manfred Scheuer Foto: Vowe
Feierliche Amtsübernahme von Diözesanbischof Manfred Scheuer Foto: Vowe

Bereits im November hatte Papst Franziskus Scheuer zum Linzer Bischof ernannt, diesen Sonntag übernahm er nun das Amt von seinem Vorgänger Ludwig Schwarz. Scheuer ist damit der 14. Bischof der Diözese Linz. Im Zuge eines Gottesdienstes im Mariendom hatten die Linzer Katholiken erstmals Gelegenheit, ihren neuen Bischof kennen zu lernen. Kardinal Christoph Schönborn stellte den Gläubigen ihren neuen Bischof vor: „Liebe Brüder und Schwestern im Herrn, liebe Mitbrüder im Domkapitel und im geistlichen Amt! Papst Franziskus hat den bisherigen Bischof von Innsbruck, Dr. Manfred Scheuer, zum neuen Bischof von Linz ernannt. Als Metropolit dieser Kirchenprovinz stelle ich ihn als euren Bischof vor. Gemeinsam wollen wir ihn in sein neues Amt begleiten.“ Als sichtbares Zeichen der Amtsübernahme lud Kardinal Schönborn Manfred Scheuer ein, auf dem Bischofssitz Platz zu nehmen. Eine Bischofsweihe fand nicht statt, da Scheuer bereits 2003 in Innsbruck zum Bischof geweiht worden war.

Antrittspredigt

In seiner Antrittspredigt bekannte sich der Bischof zum ökumenischen Miteinander und zum interreligiösen Dialog: „Nur durch tragfähige Kontakte im interreligiösen Dialog und durch gelebte Toleranz kann gemeinsames Leben gelingen und ein friedliches Miteinander möglich werden.“Scheuer ging aber auch auf Schwierigkeiten und Herausforderungen der katholischen Kirche ein: „Es ist eine Frage der Zukunftsfähigkeit der Kirche, ob es gelingt, eine Sozialform des Glaubens zu finden, in der es ein entkrampfteres Verhältnis zwischen Priestern und Laien gibt, gelöste Beziehungen zwischen Frauen und Männern, innerlich freier in der Offenheit und Gastfreundschaft für suchende Menschen, nicht zu sehr mit sich selbst und den eigenen Problemen beschäftigt.“


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