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LINZ. OÖ/Linz. Die neue Energiestrategie sowie der neue Windkraftmasterplan standen am Montag in der Oö. Landesregierung neuerlich zur Abstimmung. Dabei beschloss die Landesregierung mehrheitlich ein Ende der oberösterreichischen Energiewende.

Auch bei der Windkraft wird es zu Einschnitten kommen. Foto: Weihbold
Auch bei der Windkraft wird es zu Einschnitten kommen. Foto: Weihbold

Diese wurde ursprünglich von der ÖVP und den Grünen beschlossen. Das Ende der Energiewende bedeutet unter anderem ein Aus für das Ziel von 100 Prozent erneuerbarem Strom und Raumwärmeerzeugung bis 2030. „Wir haben die neue Energiestrategie gemeinsam mit Experten erarbeitet und wissenschaftlich untermauern lassen. Auch die Neugestaltung der oö. Energieförderungen wurde auf die neue Energiestrategie ausgerichtet“, betont Wirtschafts-Landesrat Dr. Michael Strugl. Es mache, laut Strugel, auch keinen Sinn, etwa als Ziel „100 Prozent Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie“ vorzugeben, wenn man zur Vermeidung eines „Strom-Blackouts“ auf Reservekapazitäten etwa des Gaskraftwerkes Riedersbach angewiesen sei.

Kritik an neuer Strategie

Kritik kommt von Landesrat Rudi Anschober, der auf Oberösterreich als fortschrittlichen Standort für Ökoenergieunternehmen verweist: „Wenn der Heimmarkt gefährdet wird, dann wird es auch im internationalen Geschäft zunehmend Schwierigkeiten geben. Oberösterreich verspielt damit die größte Zukunftschance“, so Anschober.  “Das ist ein Beschluss gegen die Zukunftssicherung, gegen die Standortsicherung und gegen neue Arbeitsplätze. Oberösterreich wird damit vom internationalen Vorreiter zum Nachzügler. Der Schildbürgerstreich daran: spätestens im Herbst wird Oberösterreich diesen Beschluss wieder abändern müssen, weil Ende Juni die ebenfalls in Erarbeitung befindliche Klima- und Energiestrategie des Bundes beschlossen wird und damit die Pariser Klimaschutzziele mit einer Reduktion der Treibhausgase von 36 Prozent bis 2030 verwirklicht werden müssen. Das aber ist mit dem Ende einer ambitionierten Energiewende Oberösterreichs völlig unvereinbar“, kritisiert er weiter.


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