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Um der angespannten Arbeitsmarktlage für ältere Menschen entgegenzuwirken – durchschnittlich waren 5119 Personen im Vorjahr langzeitarbeitslos – wurde in der Bundesregierung das Projekt 20.000 beschlossen. Linz und Urfahr-Umgebung wurden als Pilotprojekt-Standorte in OÖ für die Förderung der Lohnkosten ausgewählt.
 

Gerhard Strasser, Minister Alois Stöger, Klaus Luger, Ferdinand Kaineder Foto: Michael Dworschak
Gerhard Strasser, Minister Alois Stöger, Klaus Luger, Ferdinand Kaineder Foto: Michael Dworschak

„Die Menschen in Ö müssen ihre Chance auf einen Arbeitsplatz zurückbekommen. Deshalb schaffen wir 20.000 Arbeitsplätze in ganz Österreich, davon allein 2000 in OÖ“, berichtet Sozialminister Alois Stöger. Mit 1. Juli startet die Aktion, ab 2018 soll das Projekt flächendeckend umgesetzt werden. „In der ersten Phase geht es darum, das Potenzial in ländlichen und städtischen Gebieten zu erfassen“, zeigt sich Stöger optimistisch. Zur Zeit werden Gemeinden, Vereine und soziale Organisationen akquiriert, um möglichst viele Arbeitsplätze anbieten zu können. Gefördert werden vom Bund 100 Prozent der Lohnkosten.

Lohnkosten werden erstattet

Dafür gibt es zwei unterschiedliche Modelle, wie AMS-Landesgeschäftsführer Gerhard Strasser erklärt: „Die Unternehmen können die geförderten Mitarbeiter selbst im Rahmen eines kollektivvertraglichen Dienstverhältnisses beschäftigen, die Lohnkosten werden erstattet. Oder in Form eines Leasingdienstverhältnisses, mit einem geringen Verwaltungsaufwand, organisieren. Für die Pilotregionen Linz und UU benötigen wir 500 bis 600 freie Plätze, die man im Sinne der Menschen und Organisationen nutzen möchte.“ Caritas, Volkshilfe, Diakonie, der Tourismusverband, Gemeinden, Sport- und Kulturvereine, alle sollen sich angesprochen fühlen, um Stellen, die bislang unmöglich im vorhandenen Budget einzukalkulieren waren, zu schaffen.

Win-Win-Effekt

Der Win-Win-Effekt dabei: Nicht nur den Langzeitarbeitslosen soll eine Rückkehr in den Berufsalltag ermöglicht werden, sondern zeitgleich sollen auch für die Gesellschaft relevante Leistungen durch ihren persönlichen Erfahrungsschatz erbracht werden. Der Linzer Bürgermeister Klaus Luger begrüßt die Initiative, denn „wir sind ein Brennpunkt, was die Situation der langzeitarbeitslosen älteren Menschen betrifft, und das wiederum ist Sprengstoff in einer Gesellschaft“, so Luger und betont: „Wir können das Problem nicht für jeden Einzelnen lösen, aber wir können versuchen, Ressourcen zu bündeln.“ Pro Arbeitsplatz werden durchschnittlich 27.000 Euro jährlich aufgewendet. Da etwa 17.000 Euro jährlich für ältere Arbeitslose sowieso investiert werden müssten, handle es sich um Mehrkosten von 10.000 Euro pro Jahr und gefördertem Arbeitsplatz. 200 Millionen Euro stehen für das Jahr 2018 zur Verfügung.


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