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LINZ. Der Zugang zum Arbeitsmarkt ist der Schlüssel zur Selbständigkeit, aber auch zur Integration von Flüchtlingen. Hier ist Oberösterreich gut auf Kurs, so Integrationslandesrat Rudi Anschober.

Rund 1800 Asylberechtigte waren Ende 2016 beim AMS OÖ gemeldet. Foto: Weihbold
Rund 1800 Asylberechtigte waren Ende 2016 beim AMS OÖ gemeldet. Foto: Weihbold

Der oö. Qualifizierungscheck für tausende Asylwerber war dazu ein wichtiger Schritt. Das Deutsch-Training die zweite Grundvoraussetzung – bereits rund 13.250 Kursplätze für Asylwerber konnten in den letzten zwölf Monaten in OÖ angeboten werden.

Wenig Jobsuchende

Die Zahl der jobsuchenden Asylberechtigten ist nach wie vor überraschend gering: So lag sie in ganz OÖ insgesamt Ende 2015 bei 1528 Personen und Ende 2016 bei 1833 – ist also trotz stark gestiegener Zahlen nur gering angewachsen. Mit Ende März 2017 sind 1097 Asyl- und subsidiär Schutzberechtigte in Schulung, 1718 Personen arbeitslos gemeldet. Umgekehrt fanden im Jahr 2016 1738 asylberechtigte und subsidiär schutzberechtigte Personen Jobs, das bedeutet gegenüber 2015 eine Zunahme von rund 500 Personen. Im ersten Quartal (Jänner bis März) 2017 fanden 427 Asyl- und Schutzberechtigte Arbeit.

Rund 2100 Kinder und Jugendliche sind in Pflichtschulen, weitere 500 in weiterführenden Schulen

Chancen werden genutzt

Auch bei den Asylwerbern entwickelt sich – trotz hoher Barrieren und der Tatsache, dass grundsätzlich bis auf wenige Ausnahmen ein Arbeitsmarktzutritt verwehrt ist – bereits einiges vielversprechend: bereits 167 Asylwerber befinden sich in OÖ in einem Lehrverhältnis (bundesweit 417), weitere 131 sind aktuell in der Saisonarbeit tätig und bereits 45 haben die neue Möglichkeit des Volontariats, also von Schnuppertagen in Betrieben, genutzt. „Mein Ziel ist es, vor allem die vielen Mangelberufe in Oberösterreich zu nützen - das hilft allen: die Wirtschaft findet Mitarbeiter für bisher unbesetzte Jobs, die Schutzsuchenden Arbeit und damit Selbständigkeit und wir vermeiden damit Konkurrenz am Arbeitsmarkt“, erläutert Integrationslandesrat Rudi Anschober.

Zudem wurden in den in den vergangenen zwölf Monaten 13.250 Kursplätze zum Deutsch lernen zur Verfügung gestellt um eine Integration zu ermöglichen.


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