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LINZ. Er ist groß, hochgiftig und auch in Linz ab und zu anzutreffen – wie zum Beispiel vor kurzem in Ebelsberg: der Riesen-Bärenklau.

Wie giftig die Pflanze ist, musste auch Hündin „Romy“ erfahren. Foto: Niedermayr
  1 / 3   Wie giftig die Pflanze ist, musste auch Hündin „Romy“ erfahren. Foto: Niedermayr

Der Riesen-Bärenklau, auch „Herkulesstaude“ genannt, hat sich als sogenannter „invasiver Neophyt“ bei uns angesiedelt – also eine nicht-einheimische Pflanze, die sich auf Kosten einheimischer Arten effizient ausbreitet. Die Berührung mit dem Riesen-Bärenklau führt bei Menschen und Tieren zu schmerzhaften Hautausschlägen, welche sich bei Sonnenlicht entwickeln.

Riesen-Bärenklau in Ebelsberg

Auch in Linz tritt die bis zu drei Meter groß werdende Pflanze vereinzelt auf. So auch vor kurzem in der Hundefreilaufzone in Ebelsberg. Dort ging auch Evelyn Niedermayr mit ihrer Hündin „Romy“ spazieren. Ursprünglich wurde bei der Hündin ein Sonnenbrand diagnostiziert. Erst die Untersuchung einer Hautprobe brachte Klarheit: Der Auslöser für die Verbrennungen ist der Bärenklau. „Da meine Hündin dort immer ohne Leine läuft, war ich nicht darauf vorbereitet, dass dort diese hochgiftigen Pflanzen zusätzlich eine Gefahr darstellen“, ist „Romys“ Frauchen entsetzt. Inzwischen ist der Bärenklau in Ebelsberg abgemäht, kann jedoch wieder nachwachsen.

Mehr Freilaufflächen

Evelyn Niedermayr setzt sich währenddessen für mehr Freilaufflächen im Linzer Süden ein. „Ich wünsche mir eine eine artgerechte eingezäunte Hundewiese in Auwiesen“, so Niedermayr. Dies würde einen sicheren Auslauf für „Romy“ und ihre Spielgefährten bedeuten.

Achtung an Waldrändern & Co

Der Riesen-Bärenklau gehört zu den Doldenblütlern und ist zum heimischen Wiesen-Bärenklau verwandt. Vom heimischen Wiesen-Bärenklau unterscheidet er sich durch seine beeindruckende Größe und seine stark zerschlitzten Blätter. Er kommt auf stickstoffreichen Standorten vor, wie Waldränder, Lichtungen, Schlagflächen, Auwälder, Bachauen und Brachflächen. Hat er sich einmal etabliert, kann sich der Riesen-Bärenklau über Samen stark vermehren.

Mahd verhindert Verbreitung

Am besten hindert man die Verbreitung der Pflanze daher, wenn sie kurz vor der Samenreife Mitte Juli geschnitten wird. Das sollte nur mit Schutzkleidung, Schutzbrille, eventuell mit Mundschutz und bei bedecktem Himmel erfolgen. Die in den Blättern befindlichen Inhaltsstoffe wirken „phototoxisch“, das heißt die schmerzhaften Hautreaktionen erfolgen bei Sonnenlicht.

Ausgraben am nachhaltigsten

Mähen oder Abschneiden verlangsamt zwar eine Verbreitung der Pflanze, verhindert sie aber nicht. Um die Herkulesstaude nachhaltig zu entfernen, muss die ganze Pflanze ausgegraben werden. Der beste Zeitpunkt dafür ist der Vorfrühling und Frühling. Alternativ kann die Wurzel 15 Zentimeter unter der Erdoberfläche abgestochen werden. Aus der restlichen Wurzel kann die Pflanze nicht mehr austreiben.


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