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OÖ/LINZ. Mehr als eine Milliarde Arbeitsstunden haben Oberösterreichs Beschäftigte im Vorjahr geleistet, das ist das Ergebnis der zweiten Leistungsbilanz der oö. Beschäftigten.

Mit zunehmender Entfernung steigt die Anzahl der Pendler, die Öffis fahren. Foto: Weihbold
Mit zunehmender Entfernung steigt die Anzahl der Pendler, die Öffis fahren. Foto: Weihbold

Im August 2017 waren in Oberösterreich 661.223 Arbeitnehmer beschäftigt. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Beschäftigung um 1,6 Prozent gestiegen. Rund 221.000 Arbeitnehmer waren in einem sogenannten atypischen Beschäftigungsverhältnis - also Teilzeit, Werkverträge und ähnliches - beschäftigt.

40 Millionen Überstunden

In ihren Jobs haben die Oberösterreicher im Vorjahr mehr als eine Milliarde Arbeitsstunden geleistet, um fast fünf Prozent mehr als 2015.  Davon waren 40 Millionen Überstunden. Mehr als ein Fünftel von diesen, etwa 8,2 Millionen Stunden, wurde nicht abgegolten. Das entspricht einem Wert von rund 175 Millionen Euro oder aber rund 4.700 Arbeitsplätzen.

Rund 90 Prozent Pendler

Etwa ein Drittel aller oberösterreichischen Beschäftigten legt als Arbeitsweg – in beide Richtungen – jeden Tag mehr als 40 Kilometer zurück, über 20 Prozent mehr als 60 Kilometer und immerhin gut zehn Prozent täglich mehr als 100 Kilometer. So fahren viele Pendler in den Zentralraum und nach Linz, um dort ihrer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Der im Durchschnitt täglich zurückgelegte Weg beträgt 64 Kilometer, wobei mit zunehmender Entfernung der Anteil jener steigt, die dafür Öffis benützen.

Erfindungsreiche Oberösterreicher

2015 wurden beim Österreichischen Patentamt 2.574 Erfindungen angemeldet. Aus Oberösterreich kamen wie in den Jahren davor die meisten, nämlich 616. Unter den zehn Unternehmen mit den meisten Erfindungsanmeldungen befinden sich gleich mehrere aus Oberösterreich: der Spritzgussmaschinen-Spezialist Engel aus Schwertberg und die Firma Tumpf Maschinen aus Pasching mit je 32 Anmeldungen ebenso wie der Bahnmaschinen Bauer Plasser & Theurer aus Linz mit 31 Anmeldungen. „Oft machen die Erfindungen angestellte Techniker, Ingenieure und so weiter“, ist Johann Kalliauer, Präsident der AK OÖ, stolz auf die oö. Beschäftigten.

12,7 Milliarden Euro Steuern

Insgesamt haben die oö. Beschäftigten 2015 Löhne und Gehälter von insgesamt 22,7 Milliarden Euro brutto erhalten. Davon bezahlten sie rund 6,9 Milliarden Euro an Lohnsteuer und Abgaben. Dazu kommen rund 5,8 Milliarden Euro Konsumsteuern. „Wir wollen aufzeigen, dass die Leistungen, die die Beschäftigten in Anspruch nehmen, keine Gnade von irgendwem sind“, so Kalliauer über die Leistungsbilanz.


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