Linzer Winterdienst ist bereit
LINZ. Auch wenn es in Linz bisher noch keine Schneefälle gab, ist der Winterdienst der Stadt für einen Wintereinbruch gut vorbereitet. 136 Mitarbeiter und und bis zu 56 Fahrzeuge für den Einsatz im Linzer Stadtgebiet bereit.

Seit 1. November ist ein Bereitschaftsdienst eingerichtet. Die Räumung und Streuung des städtischen Straßennetzes wird zentral von einem bzw. zwei Einsatzleiter koordiniert. Auf Grund regelmäßiger Vorinformationen über ein Internetportal der Flugsicherung Hörsching, Fachdienst Meteorologie wird jeweils für die kommenden Tage eine gewisse Einsatzstärke festgelegt.
4.500 Tonnen Salz für einen Winter
Rund 950 Tonnen Salz und 100 Tonnen Splitt sind in den vergangenen Wochen in den Streusilos der Stadt Linz bereits eingelagert worden. Mit den eingelagerten Mengen könnten bei Dauerschneefall die Linzer Straßen und Wege ganze zwei Wochen versorgt werden, bevor die Silos leer wären. Damit dies auch während des Winters so bleibt, werden die städtischen Lager während der Saison auch ständig aufgefüllt. Um Lieferengpässe zu vermeiden und eine gewisse Unabhängigkeit von nur einem Anbieter zu gewährleisten hat man sich für die heurige Wintersaison für eine Belieferung durch zwei verschiedene Salzlieferfirmen entschieden.
Insgesamt werden pro Saison auf den Linzer Straßen im Durchschnitt jährlich zwischen 3.000 und 4.500 Tonnen Salz benötigt.
Hauptverkehrsadern haben Priorität
Das Einsatzgebiet des Winterdienstes umfasst etwa 595 Kilometer Straßen sowie zirka 250 Kilometer meist kombinierte Rad- und Gehwege, die nicht von Anrainerversorgt werden müssen. Weiters werden 134 Stiegenanlagen vom Schnee befreit. Geräumt wird nach einem speziellen Räumplan mit Prioritäten. So werden rund um die Uhr zuerst die Hauptverkehrswege, die exponierten Stellen an Brücken, die Verkehrswege mit Steigungen (z.B. die „Bergstraßen“ am Pöstlingberg, an der Kapuzinerstraße, am Freinberg etc.) und die Straßen mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Buslinien) geräumt.
1.300 Kilometer für einen Durchgang
Um einmal das gesamte Straßennetz zu räumen und zu bestreuen, müssen die Winterdienstmitarbeiter rund 1.300 Fahrkilometer zurücklegen. Diese enorme Summe entsteht unter anderem auch durch mehrspurige Straßen, die nicht mit einer Fahrt alleine versorgt werden könne. Eine besondere Herausforderung stellen jeden Winter auch Straßeneinbauten und Fußgängerübergänge sowie schmale und verparkte Straßen dar.


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