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Etwa 40.000 chronisch erkrankte Patienten oder deren Angehörige sind in rund 400 Selbsthilfe-gruppen in Oberösterreich organisiert. Die Unterstützung durch professionelle Gesundheits-einrichtungen, insbesondere durch Krankenhäuser ist ein wertvoller Beitrag. Vier Krankenhäuser wurden nunmehr vom Dachverband Selbsthilfe Oberösterreich zum zweiten Mal mit dem Gütesiegel „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ ausgezeichnet: Klinikum Wels-Grieskirchen,  Konventhospital Barmherzige Brüder Linz, Ordensklinikum der Barmherzigen Schwestern Linz und das Krankenhaus Barmherzige Schwestern Ried.

Der Obmann der Selbsthilfe Oberösterreich, DDr. Oskar Meggeneder, stellt dazu fest: „Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Selbsthilfegruppe sind vor allem Experten in eigener Sache. Als Betroffene oder Angehörige haben sie sich in einer Gruppe zusammengeschlossen, die sich intensiv mit dem sie betreffenden Krankheitsbild auseinandersetzt. Dabei geht es nicht vorrangig um die Behandlung einer Krankheit sondern um die Bewältigung des Lebens mit der Erkrankung. Die Zusammenarbeit mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus den jeweiligen Krankenhäusern ist sehr wichtig, da sie Ansprechpartner für die Betroffenen und deren Angehörige sind. Mit dem Qualitätssiegel ist es uns gelungen die oft bereits seit vielen Jahren bestehenden Kooperationen auch nach außen sichtbar zu machen.“

Für Mag. Peter Ausweger, Gesamtleiter im Konventhospital Barmherzige Brüder Linz, ist die Einbeziehung von Patientinnen und Patienten und der Austausch mit Selbsthilfegruppen eine Selbstverständlichkeit: „Die Ressource der Betroffenen im Betreuungsprozess zu nutzen und den Erfahrungsaustausch durch die Unterstützung von Selbsthilfegruppen zu fördern ist weiterhin unser Anspruch.“

„Das Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern hat sich zum Ziel gesetzt, Krebspatienten in der Akut- und auch in der Nachbetreuungsphase bestmöglich zu betreuen und zu unterstützen. Ein wichtiges und wertvolles Angebot dazu sind die im Krankenhaus etablierten Selbsthilfegruppen. Der Austausch unter den Betroffenen und der gemeinsame Blick nach vorne ist ein wichtiger Ankerpunkt, wenn Lebenskrisen und schwierige Zeiten der Veränderung unerwartet ins Leben getreten sind und bewältigt werden müssen. Unser Bestreben ist es, Selbsthilfegruppen eng mit unseren Spitalsmitarbeitern zu vernetzten, sodass eine stabile Partnerschaft auf Augenhöhe entsteht“, erläutert die Selbsthilfebeauftragte Mag.a Anna Schmidauer, M.Sc. (Stabsstelle Zuweiserbeziehungs- und Kongressmanagement,
Krebsakademie, Gesundheitspark).

Margit Matheis, Selbsthilfebeauftragte und Bereichsleitung im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern in Ried, bekräftigt: „Durch das große Potential an Wissen aus eigener Erfahrung und wechselseitiger Unterstützung stellt die Selbsthilfe für das System der Gesundheitsversorgung eine wichtige Säule dar. Wechselseitige Ermutigung, Rat und Erfahrungsaustausch sind wesentliche Elemente der Arbeit von Selbsthilfegruppen. Diese Arbeit wollen wir als Krankenhaus aktiv unterstützen und als Partner die Verbindung und Vernetzung fördern.“    

„Wir als Klinikum Wels–Grieskirchen haben es uns zum Ziel gesetzt unsere Patienten sowie deren Angehörige umfassend zu betreuen. Unter dem Leitsatz „Berufung.Leben“ setzen wir die Symbiose aus qualitativer hochwertiger Medizin sowie emphatischer Betreuung im täglichen Krankenhausbetrieb um. Wir freuen uns deshalb, dass wir in Ergänzung zu unseren medizinischen, pflegerischen sowie therapeutischen Angeboten, eng mit den Selbsthilfegruppen zusammenarbeiten können, welche in unseren Augen eine wichtige und wesentliche Erweiterung des regionalen Gesundheitssystems darstellen“, hält PhDr. Maximilian Aichinger, MSc (Leitung Direktionsbüro und Leitung Qualitäts- und Risikomanagement & Organisationsentwicklung) fest.

Rückfragen: 

Selbsthilfe OÖ – Tel. 0732 797666

E-Mail: office@selbsthilfe-ooe.at

www.selbsthilfe-ooe.at

Fotoquelle: © Stephen Coburn/Shutterstock.com


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