Aktuelle Version von "Eine Nacht in Venedig" begeisterte Premierenpublikum
LINZ. Die Operette „Eine Nacht in Venedig“ von Johann Strauß hatte am Samstag Premiere im Linzer Musiktheater. Dabei ist gelungen, was sonst selten ist, das Stück in die Jetztzeit zu transferieren und dabei den Geschmack des Publikums zu treffen. So gab es nicht nur zum Schluss viel Applaus für Darsteller, Bruckner Orchester Linz, Dirigent Marc Reibel und Regisseur Karl Absenger für die gezeigten Leistungen.

Der Karneval in Venedig mit den vielen schönen Masken und Kostümen sowie einem tollen Bühnenbild bietet auch in der aktuellen Version die ideale Voraussetzung für ein buntes Spektakel, bei dem Matthäus Schmidlechner, der „Herzog von Urbino“ als Kapitän eines Kreuzfahrtschiffes, Gotho Griesmeier, der Frau des Finanzsenators nachstellt. Doch seine Frau Barbara schickt Fenja Lukas, ihre Tochter hinter der Maske los, um sich selbst mit Philipp Meraner, dem zweiten Offizier am Schiff, Vergnügen zu können. Die aktuelle Thematik, dass Kreuzfahrtschiffe nicht mehr so nahe an die Stadt heran gelassen werden sollen, ist genauso enthalten, wie der Starauflauf um den „Goldenen Löwen“ sowie die mit Kameras „bewaffneten“ Touristenscharen.
Abwechslung in die Aufführung kommt auch, als sich das Bruckner Orchester einmal aus dem Orchestergraben erhebt und mit den Sängern in Konzertmanier musiziert. Viel Applaus erntet auch die Streetdancegruppe, die beim Fest am Kreuzfahrtschiff auftritt.
Benefizvorstellung
Am Freitagabend bietet sich die Möglichkeit, die Operette zu genießen und zugleich Gutes zu tun, denn der Erlös dieser Aufführung ist für die Benefizaktionen OÖN-Christkindl und Tips-Glücksstern bestimmt.


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