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OÖ. Medienbewusstsein stärken! Eine der Hauptforderungen, die bei der Fachtagung des Hilfswerks „Kinder und Neue Medien“ erarbeitet wurde. Das Surfen im Internet ist die Lieblingsbeschäftigung unserer Jugendlichen. Vorsicht!

Wolfgang Hattmannsdorfer, Viktoria Tischler, Paul Eiselsberg, Kurosch Yazdi (v. l.). Foto: Pelzl/cityfoto

Fast jeder zweite Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren ist ein „intensiver Nutzer“, das Internet ist für sie die wichtigste Freizeitaktivität – das Freunde-Treffen ist im Ranking nur noch auf Platz zwei. Doch wie kann dieser Entwicklung entgegengewirkt werden? „Kinder sollten mediale Inhalte einordnen und kritisch hinterfragen können. Aus diesem Grund haben wir einige politische Forderungen erarbeitet“, so OÖ Hilfswerk-Obmann Wolfgang Hattmannsdorfer.

Forderungen

Gefordert wird: Medienkompetenz in Allgemeinbildung von Kindern stärken, „Disconnect Weeks“ in allen Schulstufen, (zum Beispiel eine Woche ohne Handy), Zugang zu Internetseiten mit pornografischem Inhalt erschweren und den technischen Jugendschutz stärken.

Suchtgefahr

Der Leiter der Ambulanz für Suchtmedizin im Kepler Universitäts-Klinikum Kurosch Yazdi warnt vor der häufigen Internetnutzung: „Das Einstiegsalter für den Internetgebrauch wird immer niedriger und auch unsere Patienten mit Suchterkrankungen werden immer jünger. Ein Neunjähriger wird außerdem viel schneller süchtig als ein Erwachsener.“ Der Mediziner rät den Eltern, klare Grenzen zu setzen und soziale Kontakte und Aktivitäten zu fördern. „In China zum Beispiel sind bereits ein Viertel aller Jugendlicher süchtig, darum werden dort radikale Maßnahmen gesetzt und der Internetkonsum streng kontrolliert“, zeigt sich Yazdi besorgt.


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