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LINZ. Der geplante Bau eines Hochhauses in der Kaarstraße in Linz-Urfahr lässt die Wogen in der Nachbarschaft hochgehen. „Wir werden uns wehren!“, ist die Devise der Anrainer.

Rot markiert: das geplante Hochhaus. Foto: youtube/Michael Kneidinger
  1 / 2   Rot markiert: das geplante Hochhaus. Foto: youtube/Michael Kneidinger

„Die Ruhe und Stille der Weihnachtszeit wird bei uns heuer nicht einkehren“, mit diesem Satz leitet die Mieteigentümerin des Nachbarhauses in der Kaarstraße 9, Monika Forstner-Kral, ihre Stellungnahme ein, in der sie ihrem Ärger über den geplanten Bau Luft macht. Ihr Bruder Wolfgang Forstner, ebenfalls Mieteigentümer und selbst Bewohner: „Das Bauwerk passt nicht in die Umgebung, die erlaubte Schattenauswirkung wird um das Dreifache überschritten – ein Mehrwert für die Allgemeinheit ist für mich nicht erkennbar.“

Zwei Türme sind geplant

Gebaut werden sollen zwei Türme mit 26 und 75 Metern, diese sollen 140 Wohnungen beinhalten. Auch der Linzer Architekt Wolfgang Pauzenberger zeigt sich kritisch. Für ihn sei mit dem Projekt und mit dem geplanten 100 Meter-Hochhaus am Schillerpark ein neuer Tiefpunkt in Linz erreicht. Auch Anrainer Wolfgang Tolanov-Vogl ist von dem Bauvorhaben alles andere als begeistert: „Jetzt genieße ich täglich den Sonnenaufgang und die Abendsonne, wenn das Hochhaus gebaut wird, habe ich in Zukunft kein Licht mehr.“

Hillinger-Heim betroffen

Direkt betroffen wäre auch das angrenzende Hillinger-Seniorenheim. Der Schatten und das erhöhte Verkehrsaufkommen wären auch für die Bewohner des Heims eine Zumutung. Stadtentwickler und NEOS-Gemeinderat Lorenz Potocnik: „Es ist nicht wahr, dass wir nach oben wachsen müssen, weil Platz fehlt und Wohnungsnot herrscht.“


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