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Integrationsoffensive 2018: Schwerpunkt auf Dezentralisierung und Deutschkurse

Online Redaktion, 09.01.2018 16:52

OÖ/LINZ. Die Integrationsoffensive 2018 des Landes OÖ soll unter anderem einen Schwerpunkt auf schon länger hier lebende Gruppen legen. Des Weiteren setzt sich Integrationslandesrat Rudi Anschober (Grüne) für den kostengünstigeren Privatverzug ein.

Deutschkurse bleiben auch im Jahr 2018 eine Priorität. Foto: Weihbold
Deutschkurse bleiben auch im Jahr 2018 eine Priorität. Foto: Weihbold

Als Schwerpunkte der Integrationsarbeit im Land selbst ist 2018 unter anderem die Umsetzung der Integrationsoffensive für Tschetschenen geplant. Außerdem stehen eine konsequente Fortsetzung der Deutschkurse, der Ausbildung und Qualifizierung sowie die Arbeitsmarktintegration der Mi-granten auf der Agenda. Zudem will Integrationslandesrat Rudi Anschober auch dafür kämpfen, die aktuelle dezentrale Struktur bei der Unterbringung aufrechtzuerhalten.

Dezentralität günstiger

„Wir haben derzeit etwa in Oberösterreich eine stark dezentrale Struktur mit fast 400 Quartieren, die im Durchschnitt 25 Asylwerbende beherbergen. Fast alle Gemeinden helfen mit und 140 ehrenamtliche Vereine arbeiten tagtäglich an der Integration. Niemand wird überfordert, Begegnung findet statt. Dazu kommen fast 2500 Asylwerber, die privat wohnen. Dieser Privatverzug kostet deutlich weniger als die Betreuung in organisierten Quartieren“, so Anschober. Laut Berechnungen des Landes OÖ liegen die Einsparungen durch den Privatverzug alleine in Oberösterreich bei über 8,5 Millionen Euro pro Jahr. „Eine Zerschlagung des Privatverzugs wäre damit auch eine Steuergeldverschwendung“, kritisiert Anschober die Pläne der aktuellen FPÖ/ÖVP-Bundesregierung zur Zentralisierung von Unterkünften. Ein weiterer, zusätzlicher Schwerpunkt 2018 ist „Wohnen nach dem Asylbescheid“.


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