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Linz soll 560 Meter lange Hängebrücke erhalten

Jürgen Affenzeller, 20.06.2018 13:28

LINZ. Eine privat errichtete und über Ticketpreise refinanzierte Hängebrücke für Fußgänger mit und ohne Rad vom Pöstlingberg zum Freinberg stellte die Stadt Linz heute vor. 

Foto/Grafik: Hoch4-Erlebniswelt Leopoldsberg Gesellschaft Linz
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„Das durch die Donau geteilte Linz erhält mit der neuen Hängebrücke zwischen dem Linzer Zoo und dem Freinberg eine neue Verbindung. Die im so genannten Tibetstyle errichtete Hängebrücke wird mit einer Spannweite von über 500 Metern die längste ihrer Art weltweit. Damit wird sie nicht nur für die Linzer und Oberösterreicher interessant, sondern bildet eine weitere Attraktion für unsere internationalen Gäste. So schließt sich für mich im weitesten Sinne auch wieder der Bogen zum Integrationsressort“, erklärt Stadträtin Regina Fechter.

„Neue Radwanderwege möglich“

„Die Verkehrs- und Freizeitinfrastruktur von Linz erfährt mit diesem Projekt eine sinnvolle Ergänzung. Am Startpunkt beim Linzer Zoo sind wichtige notwendige Rahmenbedingungen für Touristen, wie Parkplätze, WC-Anlagen und Gastronomie bereits vorhanden. Für Radfahrer ergeben sich völlig neue Radwanderwege, auch wenn sie auf dieser Brücke ihr Zweirad schieben müssen. Im Brückenbereich wird die bestehende Infrastruktur wie Gehwege von den Projektbetreibern modernisiert. Zusätzlich bietet die Hängebrücke in luftiger Höhe von mehr als 110 Metern einen interessanten Aussichtsplatz zur Betrachtung des Zukunftsbaus der Westringbrücke“, berichtet Infrastrukturstadtrat Markus Hein.

Preise „zwischen 4 und 7 Euro“

„Die Brücke wird ein Gewicht von rund 90 Tonnen haben. Etwa 500 Personen können zugleich auf der Brücke sein, ganzjährig von 6 bis 22 Uhr die Donau queren und den Ausblick über das Donautal durch Linz genießen“, erklärt Hannes Dejaco vom Projektwerber, der Hoch4 Erlebniswelt Leopoldsberg Betriebs GmbH. „Die Finanzierung der rd. 4,5 Millionen Euro Errichtungskosten ist bereits gesichert. Die Ticketpreise werden sich zwischen 4 bis 7 Euro bewegen, auch Familienermäßigungen und günstigere Jahreskarten für die Linzer sind eingeplant.“

Im Sommer sollen die ersten Verfahren für die Brücke anlaufen.

„Viele Fragen offen“

„Bei den Plänen mag es sich um ein nettes Tourismusprojekt handeln. Die Verkehrsprobleme im Alltag werden dadurch aber nicht gelöst. Zudem sind noch viele Frage offen. Wer finanziert und kümmert sich um die Wartung der Brücke, wie groß ist der Eingriff in die Natur am Pöstlingberg und am Freinberg, wie sieht es mit den rechtlichen Genehmigungen aus und wer haftet, wenn sich das Projekt doch nicht zur erwarteten Tourismusattraktion entwickeln sollte?“, sagt Klaus Grininger, Mobilitäts- und Bezirkssprecher der Grünen Linz.


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Gastuser
Gastuser
23.06.2018 12:28

Hängebrücke

Jawol bau ma wieda wos das se de leid des leben nehmen können und se owihaun va da brücke.

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Gastuser
Gastuser
20.06.2018 18:26

Hängebrücke - eine sensationelle Idee -

Dass so ein Projekt Funktioniert, hat die Marktgemeinde Reutte im Tiroler Außerfern in exzellenter Weise bewiesen. Hinfahren und sich überzeugen lassen.