Der Speisewagen - dass neue kulinarische Ausbildungs-Projekt der Caritas OÖ
GROSSRAUM LINZ/ALKOVEN/STEYR. „Speisewagen“ heißt das neue Ausbildungs-Projekt, bei dem Jugendliche und junge Erwachsene mit Beeinträchtigung gemeinsam mit Koch Dieter Thalhammer den Kochlöffel schwingen.

Mini-Ripperl Burger mit Coleslaw, Pasta mit Eierschwammerlsauce und Linzerschnitten – das stand bei der Präsentation des Caritas Speisewagens am Martin-Luther-Platz in Linz am Menüplan. Zubereitet wurden die Speisen von Nicole Mliko aus Steyr, ihrem Kollegen Michael Schmiedbauer aus Alkoven und Ausbildungs-Koch Dieter Thalhammer von der Caritas OÖ. „Es war schon aufregend, als erster im Food-Truck mit dabei zu sein. Aber es macht Spaß“, erzählt die 18-jährige Nicole.
Ausbildung nahe am Kunden
Im Speisewagen fahren immer zwei Jugendliche mit, die die Speisen in der Lehrküche in St. Elisabeth in Linz vorbereiten und dann vor Ort frisch zubereiten und ausgeben. „Die, die sich in der Mitte der Ausbildung befinden, sind die, die im Foodtruck mitfahren sollen“, so Roman Braun-Hüttner, Leiter der Abteilung „Ausbildung“. „Das Projekt ermöglicht den Jugendlichen, ganz nah am Kunden zu sein.“ „Mir gefällt am Food-Truck am besten, dass wir hinausfahren und nicht immer nur in St. Elisabeth sind. Es ist schön, zu anderen Leuten zu kommen. Normalerweise kochen wir in größeren Gruppen. Beim Food-Truck hat man den Lehrer fast für sich allein“, freut sich der 17-jährige Michael Schmiedbauer.
Wechselnde Standorte
Alle zwei Monate wechselt das Team. Der Standort wechselt öfter. So ist der Truck unter anderem zweimal die Woche beim Bildungszentrum der Sicherheitsakademie Linz stationiert. Jeden 1. und 3. Dienstag im Monat von 11.30 bis 13.30 Uhr macht er am Domplatz Halt. Beim Soulfood-Festival von 28. bis 30. Juni am Domplatz in Linz wird der Food-Truck der Caritas ebenfalls vertreten sein. „Am Samstag sind wir am Stadtfest Traun.“ Weitere Standorte vorzugsweise bei Firmen werden noch gesucht.
Vielfältige Menüs
Bei seinem Konzept setzt der Speisewagen ganz auf Regionalität. So ist der Truck selbst von der Firma Humer-Anhänger aus Gunskirchen. Auch bei der Auswahl der Zutaten wird auf saisonale und regionale Lebensmittel wertgelegt. „Wir versuchen auch die Menüs zu variieren“, so Braun-Hüttner. Die Vielfältige Menüplanung soll den Jugendlichen eine umfassende Ausbildung zu ermöglichen.
Zweiter Truck als Ziel
Ermöglicht wurde das Projekt durch eine Anschubfinanzierung des Bundes und eine Privatspende. Um den Truck rentabel zu führen, sei es notwendig, an vier bis fünf Tagen pro Woche je mindestens 100 Essen zu verkaufen. Denn: Ziel ist, dass sich das Projekt später durch den Erlös selbst finanziert. Alle Einnahmen werden reinvestiert. Ein zweiter Truck könnte kommen. „Wünschen würde ich es mir, wenn das jetzt funktioniert“, schmunzelt Braun-Hüttner.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden