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Tips Jugendredaktion, Sophie Brandl, 29.08.2018 15:35

LINZ. Vergangene Woche wurde das Rechtsabbiegen bei roter Ampel an drei Kreuzungen in Linz für das Jahr 2019 beschlossen. (Tips hat berichtet) Die Reaktionen darauf sind unterschiedlich.

Das Rechtsabbiegen trotz roter Ampel wird ab 2019 getestet. Foto: Wodicka
Das Rechtsabbiegen trotz roter Ampel wird ab 2019 getestet. Foto: Wodicka

„International gibt es zahlreiche Länder, welche das Modell „Rechts abbiegen bei roter Ampel“ bereits erfolgreich einsetzen“, unterstreicht der Landesrat für Infrastruktur Günther Steinkellner (FPÖ). Skeptisch zeigt sich der VCÖ und weist auf die Gefahr der Fußgängerunfälle hin. Aus Erfahrung zeigt sich, dass die Anzahl solcher Unfälle beim Rechtsabbiegen steigt. In Deutschland ist das Rechtsabbiegen bei roter Ampel bereits seit 1970 erlaubt. Der VCÖ befürwortet stattdessen eine Reduktion von Ampeln. „Aus Sicht des VCÖ hat im Ortsgebiet die Sicherheit der Fußgänger absoluten Vorrang. Vor allem ältere Menschen, die länger für das Überqueren der Straße benötigen, sind schon heute häufig Opfer schwerer Fußgängerunfälle“, so der VCÖ-Experte Markus Gansterer.

Mögliche Folgen der Testphase

Der ARBÖ begrüßt grundsätzlich Maßnahmen, die dem Verkehrsfluss zugute kommen. Ausgenommen ist hier die Sicherheit der Straßenverkehrsteilnehmer, sofern diese in Gefahr sind. Die Fahrzeuglenker müssen sich zwar an der Haltelinie vergewissern, dass kein Verkehrsteilnehmer gefährdet ist, doch genau das bringt ein höheres Risiko mit sich. „Natürlich ist eine Verbesserung des Verkehrsflusses wünschenswert. Dies darf aber keinesfalls auf Kosten der Verkehrssicherheit geschehen“, unterstreicht Thomas Harruk, Landesgeschäftsführer des ARBÖ OÖ. Die Testphase dient unter anderem der Evaluierung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses, welche der ARBÖ wiederum begrüßt.


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