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Am 29. November 2018 ist der Linzer Magistratsdirektor Erich Wolny im Alter von 70 Jahren verstorben. Erich Wolny war von 1. August 2000 bis 1. Dezember 2013 Magistratsdirektor der Stadt Linz und hat viele Jahre die Weiterentwicklung des Linzer Magistrats geprägt. Bereits seit 1988 war er als Leiter des Präsidialamtes und ab 1996 als Präsidialdirektor in einer Spitzenposition tätig. 

Ehemaliger Magistratsdirektor der Stadt Linz Erich Wolny verstarb am 29. November. DIe Stadt Linz trauert! Foto: Stadt Linz

Der gebürtige Linzer absolvierte neben einer ersten Tätigkeit am Magistrat ein Studium an der juridischen Fakultät der Johannes Kepler Universität. Hier promovierte er nach einer kurzen Studienassistenz im Jahr 1972 und war anschließend Assistent am Institut für Wirtschaftsrecht. 1985 habilitierte er sich mit einer Arbeit über die kommunale Gebührenhoheit. Auch nach seinem Wechsel zum Magistrat blieb er der Universität als Lehrender und später als Geschäftsführer des Hochschulfonds und Mitglied des Universitätsbeirats verbunden. Großen Wert hat Erich Wolny auf die Verbindung zwischen Theorie und Praxis gelegt und er galt als anerkannter Experte für Verwaltungsreform und New Public Management.

Moderne Verwaltung

Als Leiter des Präsidialamts war er maßgeblich am Entstehen des Leitbilds, das neue Werte für eine moderne Verwaltung definierte, beteiligt. 2012 konnte in einer MitarbeiterInnenbefragung festgestellt werden, dass diese das Leitbild im Wesentlichen als gelebt wahrnehmen. Die gezielte Weiterbildung von Mitarbeiterinnen war für Wolny stets Voraussetzung für einen modernen und kundenorientierten Magistrat und für motivierte Mitarbeiter. Bereits 1990 wurde eine eigene Abteilung für Aus- und Weiterbildung gegründet, die seither für gezielte Personalentwicklung sorgt.

Viel positives Echo 

Viel positives Echo erhält die Stadt nach wie vor für die Errichtung eines BürgerInnenservice-Centers im Neuen Rathaus, wo die Bürgerinnen im Sinne eines One Stop Shops viele Dienstleistungen und Behördenwege rasch und unbürokratisch erledigen können.Diese Einrichtung wurde im Jahr 2000 eröffnet. Abgerundet wird dieses Angebot durch ein eigenes Teleservice-Center, wo speziell geschulte Mitarbeitern vielfach bereits beim ersten Anruf die erforderlichen Auskünfte geben können. Sie wickeln auch das Beschwerdemanagement der Stadt ab. Eine Neuorganisation der Abläufe im Standesamt erfolgte im Sinne einer serviceorientierten und raschen Erledigung von Behördengängen. Dazu gehörte auch die Ansiedlung in neugestalteten leicht zugänglichen Räumen samt einem architektonisch ansprechenden Trauungssaal.

Startschuss für Strukturreform

2004 fiel schließlich der Startschuss für eine umfassende Strukturreform des Magistrats nach den Vorgaben der Wirkungsorientierung und des New Public Managements. Ziel der Magistratsreform war die Trennung hoheitlicher und servicierender Bereiche. Durch das Besteller-Lieferantenprinzip sollte das Qualitätsbewusstsein gesteigert werden. Ziele waren außerdem eine verbesserte Kundenorientierung sowie Transparenz und Wirtschaftlichkeit. Es konnten auch Synergiepotenziale auf personeller und inhaltlicher Ebene genutzt werden. Mit Abschluss der Magistratsreform konnten die 35 Organisationseinheiten des Jahres 2004 auf 24 Dienststellen und 2 Unternehmungen reduziert werden. Ein Erfolg, der für den Magistratsdirektor nur gemeinsam mit Politik, Führungskräften, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gelang. Mitgewirkt hat Wolny auch am Aufbau und der Ausgestaltung der Unternehmensgruppe Stadt Linz. Ein Vorhaben, das von Politik und Verwaltung ab 2006 in Angriff genommen wurde und dessen Ziel es war, die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Linz und deren Unternehmen im Sinne der Linzer Bevölkerung und der Unternehmen zu fördern.


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