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LINZ. In manchen Stadtteilen ist über ein Viertel der Bevölkerung älter als 60 Jahre. Das Pilotprojekt „SPALLER.MICHL“ will nun diese Bewohner der Stadtteile Spallerhof und Bindermichl-Keferfeld motivieren, sich freiwillig zu engagieren.

Ob gemeinsames Gärtnern oder andere Aktivitäten – das Projekt bietet Raum für viele kreative Ideen. Foto: wavebreakmedia/Shutterstock.com

Eine Vielzahl an Studien zeigt einen signifikanten Zusammenhang zwischen freiwilligem Engagement und dem Gesundheitszustand. Freiwillige leben länger, füllen ihre Funktionen besser aus, haben niedrigere Depressionsraten und weniger Herzprobleme. Bei Freiwilligen der Altersgruppe 65 plus wird dabei besonders die Sinnerfüllung hervorgehoben, die mit weniger Depression und verminderter Sterblichkeit einhergeht.

Stadteile „bewusst ausgewählt“

Im Stadtteil Spallerhof sind 27,7 Prozent der Bevölkerung über 60 Jahre alt. Im Stadtteil Bindermichl-Keferfeld sind es sogar 29,5 Prozent. Das Unabhängige LandesFreiwilligenzentrum (ULF) hat daher das Konzept „SPALLER.MICHL – Engagiert & Fit ins Alter am Spallerhof & Bindermichl“ speziell für diese Stadtteile in Linz entwickelt. „Wir haben diese Stadtteile ganz bewusst ausgewählt“, bestätigt Sozialreferentin Karin Hörzing.

Ideen kreiren und aktiv mitgestalten

„Wir versuchen, mit den Menschen selbst Ideen zu kreieren“, so Nicole Sonnleitner, Leiterin des ULF. „Es geht um Mitbeteiligung und Mitgestaltung des eigenen Umfelds, der Nachbarschaft, die ausschlaggebend für die Lebensqualität älterer Menschen ist.“ Schon im März 2019 starten die Vorbereitungsarbeiten für das Pilotprojekt durch das ULF. Noch vor dem Sommer soll es eine offizielle Auftaktveranstaltung geben.

Projektzeitraum: drei Jahre

Die Gesamtkosten des Projektes betragen rund 225.000 Euro für den Projektzeitraum von drei Jahren (März 2019 bis Juli 2021). Der Fonds Gesundes Österreich (FGÖ) übernimmt eine Förderung in Höhe von zwei Dritteln des Gesamtbetrages. „Ein Drittel wird die Stadt Linz finanzieren“, so Hörzing. „Ich freue mich, dass der Gemeinderat der Förderung in der Höhe von rund 75.000 Euro zugestimmt hat und damit den Weg für dieses innovative Sozialprojekt in den beiden Stadtteilen geebnet hat.“ Das Sozialressort des Landes OÖ, das das ULF im Jahr 2008 initiierte, finanziert zudem die benötigte Infrastruktur für das Projekt.


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