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LINZ/OÖ. Die Beschäftigten in unserem Bundesland sind etwas weniger zufrieden als die Arbeitnehmer in ganz Österreich – das zeigt eine Sonderauswertung des AK Arbeitsklima Index.

Bauarbeiter sind am unzufriedensten. Foto: Wodicka
Bauarbeiter sind am unzufriedensten. Foto: Wodicka

Während der Arbeitsklima Index bundesweit derzeit bei 110 Indexpunkten liegt, erreicht er in Oberösterreich 109 Punkte. Im Zuge der Wirtschaftskrise 2008 brach der Index in Oberösterreich innerhalb von drei Jahren um elf Punkte ein – von 113 auf 102 Punkte – und erholt sich seither nur langsam.

Überstunden sind Normal

Vollzeitkräfte arbeiten in Oberösterreich laut Arbeitsklima Index durchschnittlich 44 Wochenstunden – ein Spitzenwert –, Teilzeitkräfte kommen auf 25 Wochenstunden. 56 Prozent der oberösterreichischen Beschäftigten müssen zumindest gelegentlich Überstunden machen, 17 Prozent sogar häufig. Knapp ein Fünftel leidet unter Zeitdruck, ein Siebtel unter ständigem Arbeitsdruck ohne Zeit zum Verschnaufen. Wer viel und lange arbeitet, kann Beruf und Privatleben deutlich schlechter unter einen Hut bringen. Gleiches gilt für Pendler und berufstätige Eltern.

Arbeit am Bau am belastendsten

Am zufriedensten sind die Beschäftigten in der öffentlichen Verwaltung, am unzufriedensten im Bauwesen. Dies liegt unter anderem an den schlechten Gesundheitsbedingungen und der Unfallgefahr ebenso wie am ständigen Arbeitsdruck. „Das sind Belastungen, die nicht mehr durch ein höheres Einkommen abgegolten werden können“, weiß Daniel Schönherr vom SORAInstitut, das gemeinsam mit dem IFES die Befragung durchführt

Zwei Drittel mit Einkommen zufrieden

Im Durchschnitt aller Branchen sind knapp zwei Drittel mit ihrem Einkommen zufrieden. Am höchsten ist die Einkommenszufriedenheit in Oberösterreich im Unterrichtswesen und in der öffentlichen Verwaltung. Im Tourismus, im Handel und am Bau ist etwa die Hälfte mit dem Einkommen unzufrieden.


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