Gewürgt und bedroht: 17-jähriger nach versuchtem Messerangriff von Sonderschule in Linz-Urfahr suspendiert
LINZ. Ein Schüler einer Sonderschule in Linz-Urfahr hat am 15. Mai um die Mittagszeit zuerst eine Mitschülerin gewürgt. Dann griff er nach einem Buttermesser. Die anwesende Pädagogin konnte Schlimmeres verhindern und nahm im das Messer ab. Mit den Mitschülern wird dieser Vorfall, der zum Glück glimpflich ausgegangen ist, entsprechend auf- und nachbereitet.

Am 15. Mai um die Mittagszeit eskalierte der Vorfall in einer Sonderschule in Linz Urfahr: Der Schüler hat zuerst eine Mitschülerin gewürgt und durch das Einschreiten der anwesenden Pädagogin von ihr letztendlich abgelassen. Nach einer Zurechtweisung durch die anwesende Direktorin griff der Schüler nach einem Buttermesser, das auf einer naheliegenden Küchenanrichte lag. Dieses Messer wurde ihm von einer weiteren Pädagogin sofort abgenommen.
Von der Polizei abgeführt
Zum selben Zeitpunkt wurde auch die Mutter des Schülers verständigt, die auch umgehend eintraf. Nach der Abnahme des Buttermessers griff der Schüler abermals zu einem Brotmesser und bedrohte die anwesenden Personen. Letztlich gelang es den anwesenden Pädagoginnen dem Schüler auch dieses Messer abzunehmen und ihn aus dem Klassenraum zu schaffen. Zeitgleich wurde die Polizei verständigt, die dann auch unmittelbar, nachdem der Schüler aus dem Klassenraum genommen wurde, erschienen ist. Der Schüler wurde zur Einvernahme von der Polizei abgeführt.
Betretungsverbot der Schule
Der 17-jährige ist seit 2009 Schüler an dieser Schule. Er befindet sich im 10. Schulbesuchsjahr und in der 9. Schulstufe. Gegen ihn wurden schon mehrmals Suspendierungen ausgesprochen. Eine weitere Suspendierung wird noch ergehen und er wird vorerst diese Schule nicht mehr betreten. Auch wurde der Schüler immer wieder außerschulisch psychologisch betreut und hat bereits mehrere Therapien hinter sich.
Aufarbeitung des Falls nötig
„Wie der Schüler an die Messer gelangen konnte wird derzeit seitens der Bildungsdirektion überprüft. Ziel muss es sein, derartige Vorfälle künftig möglichst schon im Vorfeld zu verhindern. Die Bildungsdirektion wird sich intensiv mit der Aufarbeitung dieses Falls beschäftigen und die notwendigen Maßnahmen ergreifen“, erklärt Landeshauptmann-Stellvertreterin und Präsidentin der Bildungsdirektion, Christine Haberlander. „Ich bedanke mich bei den beiden Lehrerinnen für das couragierte Eingreifen sowie das professionelle Vorgehen“, so Bildungsdirektor Klampfer.


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