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Leuchtturm-Schulprojekt: AHS inklusive Lehre soll es bald schon am Linzer Tabakgelände geben

Valerie Himmelbauer, 24.06.2019 12:35

Linz. Mit einem Leuchtturm-Projekt will die Stadt Linz mit der Pädagogischen Hochschule OÖ und der Industriellenvereinigung OÖ einen neuen Schultyp am Standort Tabakgelände etablieren. Ein ausgereiftes Konzept für Matura mit Lehre, auf Basis einer AHS mit Schwerpunkt Robotik und Digitalisierung wurde präsentiert.

Die Stadt Linz will mit der Pädagogischen Hochschule OÖ und der Industriellenvereinigung OÖ einen neuen Schultyp am Standort Tabakgelände etablieren.Foto: Gorodenkoff/shutterstock.com

Durch die immer noch zuwenig präsente Digitalisierung und Robotik im herkömmlichen Bildungssystem und den immer stärkeren Fachkräftemangel in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) brauche es neue Bildungsangebote.

Matura mit Lehre verbinden

„Mit einer neunjährigen AHS mit Schwerpunkt Digitalisierung und Robotik, die Matura mit Lehre verbindet, erfüllen wir wesentliche Voraussetzungen, um Kindern eine zukunftsoriertierte Ausbildung zu ermöglichen und dem Fachkräftemangel entgegenzutreten. Neben der erforderlichen Allgemeinbildung haben wir im Curriculum die notwendigen zusätzlichen Schulfächer definiert, durch die die Schüler am besten für künftige Anforderungen gerüstet sind“, sind Rektor Herbert Gimpl und Vizerektor der Pädagogischen Hochschule Josef Oberneder überzeugt.

Keine HTL-Konkurrenz

Neben einem adaptierten Lehrplan benötige man auch „neue Pädagogen“: „Es braucht eine eigene Ausbildung und einen eigenen Lehrer-Typus für diese AHS, mit einer enorm hohen Affinität für Digitalisierung“, so Oberneder.Man wolle keinesfalls eine Konkurrenzsituation zu den HTLs schaffen, „sondern das Angebot am Kuchen vergrößern“, meint der Geschäftsführer der Industriellenvereinigung Joachim Haindl-Grutsch und führt aus: „Es gibt eine neue Nachfrage nach neuen Absolventen, dem wollen wir gerecht werden, aber keinesfalls die HTL konkurrenzieren. Wir schaffen einen neuen Schultyp, mit einer Ausbildung zur breiten humanistischen Allgemein-Bildung und praktischer Anwendung“, so Heindl-Grutsch.

Platz für 450 Schüler

Sobald es eine neue Bundesregierung geben wird, werde man die Forderung für das Pilotprojekt in Wien einreichen. „Vor Jahresende rechnen wir aber mit keinen Verhandlungen zu unserem neuen Schulprojekt. Frühestens in den nächsten vier Jahren sollte alles unter Dach und Fach sein“, ist Bürgermeister Klaus Luger zurückhaltend mit Prognosen. Für maximal 450 Schüler soll der Standort Tabakfabrik Platz bieten.


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