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Regionales Abfallwirtschaftsprogramm 2019: "Jeder Linzer kann helfen, Müll zu vermeiden und richtig zu trennen"

Valerie Himmelbauer, 18.07.2019 12:09

LINZ. Globale Themen wie die Klimakrise oder Luftemissionen sind in den Köpfen der Linzer weitaus mehr präsent, als die regionale Verantwortung zum Bewusstsein der richtigen Mülltrennung und Abfallvermeidung. Mit Maßnahmen und dem neuen „Regionalen Abfallwirtschaftsprogramm 2019“, will man weitere Schritte setzen.

Erich Ehrentraut, Bernhard Baier. F: Stadt Linz
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„Durch die bereits gute Abfall-Infrastruktur in Linz hat das Bewusstsein der Menschen zur Abfallvermeidung und Mülltrennung abgenommen. Es gibt aber immer noch genügend Bereiche, wo jeder Einzelne etwas tun kann. Jeder Konsument kann etwas beitragen und sich schon beim Einkauf auf die Verpackung achten“, empfiehlt Vizebürgermeister Bernhard Baier.

Linzer Müll unter der Durschnittsmenge

464 Kilogramm Müll produziert ein Linzer pro Jahr. Damit liegt die Landeshauptstadt unter der oö. Durchschnittsmenge, die 513 Kilogramm pro Einwohner und Jahr beträgt. Herausforderungen wie ständig wachsenden Bevölkerungszahlen, weniger unverbaute Flächen für Abfallsammelstellen, eine multikulturelle Gesellschaft, und fleißige Mülltrenner, die in die Jahre kommen, erschweren den Handlungsrahmen. „Es ist erschütternd, dass immer noch 15 Prozent vermeidbare Lebensmittel im Restabfall landen. Auch Lithium-Batterien, in Elektroaltgeräten landen immer wieder im Hausmüll. Davon geht eine große Brandgefahr aus“, warnt Erich Ehrentraut, Bereichsleiter Abfall der Linz Service GmbH. Der Anteil von Elektroaltgeräten, Batterien und Problemstoffen im Restabfall ist zwar mengenmäßig gering, aufgrund der enthaltenen gefährlichen Inhaltsstoffe sei eine ordnungsgemäße Ensorgung in den Linzer Altstoffsammelzentren sehr wichtig.

Verpackung und Altpapier-Hausabholung für ganz Linz

Mit regelmäßiger Öffentlichkeitsarbeit und Plakatkampagnen will man aufmerksam machen. Mit Green-Events wie dem Pflasterspektakel und dem Ahoi Pop Festival werden Bewilligungen für Veranstaltungen auf öffentlichen Grundstücken nur mit der Auflage erteilt Speisen und Getränke in Mehrweggebinden oder kompostierbaren Gebinden auszugeben.  Bis 2020 soll zudem flächendeckend für Linz eine Haussammlung für Leichtverpackungen im gelben Sack, und bis spätestens 2022 auch Altpapier umgestellt werden. „Wir wollen mit dem neuen Holsystem den Menschen etwas Gutes tun, sie müssen den Müll nicht mehr wegbringen. Und damit auch die Sammelquote erhöhen“, so Ehrentraut. Knapp 60 Prozent der anfallenden Bioabfälle und des Grünschnitts werden bereits mit Bioabfall und Grünschnitt seit 1994 flächendeckend getrennt gesammelt. Um die Sammlungen noch zu verstärken, wird versucht, die Wohnungsgenossenschaften ins Boot zu holen, und den Bürgern gemeinsam die Wichtigkeit des Trennens von biogenen Abfällen ins Bewusstsein zu rufen.

Volkshilfe ReVital-Sammlung

Für kleine Veranstaltungen kann ein Geschirrmobil beauftragt werden. Auch mit der ReVital-Sammlung in den Altstoffsammelzentren Nebingerknoten, Wiener Straße und Mostnystraße werden neue Akzente gesetzt: „Alles was nicht mehr gebraucht wird, aber noch funktionstüchtig ist, wie zum Beispiel eine Waschmaschine oder Föhn, kann für die ReVital-Sammlung abgegeben werden. Wir bereiten die Gegenstände funktionstüchtig auf, diese werden anschließend im Volkshilfe ReVital-Shop zum Verkauf angeboten“, sagt Ehrentraut. Eine weitere Strategie, um das Bewusstsein für Müllvermeidung und Trennung, bereits in den Köpfen der Kleinsten zu verankern, will man auch präventive Aufklärungsarbeit an Schulen leisten. 


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