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LINZ. Obwohl der Linzer Vizebürgermeister Markus Hein die derzeit am Urfahrmarkt-Gelände unerlaubte Nutzung durch Wohnmobile kritisiert, könne er sich vorstellen, die Fläche – nach Umwidmungen – für Reisende anzubieten. Das wiederum sorgt bei der Pendlerallianz für Unmut.

Immer mehr Wohnmobile parken unerlaubterweise am AEC-Parkplatz. Foto: FPÖ Linz
Immer mehr Wohnmobile parken unerlaubterweise am AEC-Parkplatz. Foto: FPÖ Linz

In den letzten Wochen haben die Wohnmobile am AEC-Parkplatz, der eigentlich im Zuge des Bauverfahrens als Parkplatznachweis für Besucher des AEC und Cubus gilt, enorm zugenommen. Dass ein entsprechender Bedarf für Wohnmobile in der Stadt vorhanden sein dürfte, zeigt die derzeitige Situation. „Es ist auch in anderen Großstädten nicht unüblich, solche Flächen für Reisende als Zwischenstopps anzubieten. Natürlich wäre das Jahrmarktgelände wegen seiner Größe und Lage bestens dafür geeignet.

Erlaubt ist es zurzeit allerdings wegen der fehlenden Widmung nicht“, erklärt Hein und betont: „Es müssten entsprechende Umwidmungen in die Wege geleitet werden. Ich stehe dem offen gegenüber! Wenn rechtlich gesehen mobilen Toilettenanlagen, einer Strom-,Wasser- und Abwasserversorgung nichts im Wege steht, könnte ein eigener Bereich des Jahrmarktgeländes als Zwischenstopp legal und mit einem entsprechenden Tarifsystem durchaus interessant und realisierbar sein!“ Einer Renaissance eines Pendlerparkplatzes gibt Vizebürgermeister Hein aber eine klare Absage.

Hammer: Provokation

Kritik bezüglich der Idee hagelt es von der Pendlerallianz. Dass man es den Pendlern nicht erlaube, dort zu parken, aber Wohnmobile dulde, sei eine Provokation gegenüber diesen und ein Skandal, heißt es von Pendlersprecher Michael Hammer. „Was ist der Unterschied, ob der Urfahrmarkt mit Wohnmobilen oder sinnvollerweise mit Autos von Pendlern beparkt ist, die in der Stadt arbeiten und dort auch Steueraufkommen produzieren“, kritisiert Hammer. Von der Allianz werde gefordert, endlich Umwidmungen einzuleiten, die einen Pendlerparkplatz ermöglichen. Denn: „Wenn dort eine Möglichkeit dauerhaft für Wohnmobile geschaffen wird, aber keine Möglichkeit für Pendler, dann wird Linz wieder den massiven Pendlerunmut zu spüren bekommen“, so der Sprecher.


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