Veronika Merl: "Linz ist für mich eine quirlige Kulturstadt"
LINZ. Die gebürtige Schwedin Veronika Merl hat sich auf der Dose der Linzer Torte Edition 2020 verewigt. Mit ihrem Motiv von einem nostalgischen Linz fängt die Linzerin die vertraute Atmosphäre, der kleinen Gassen und die zum Verweilen einladenden Gastgärten, umgeben von der blau-grünen Donau, ein.

Mit acht Jahren übersiedelte Veronika Merl von Schweden nach Linz, ihre Eltern kehrten damals vom hohen Norden wieder in die Landeshauptstadt an der Donau zurück. Noch heute erinnert sie sich gerne an ihre Kindheit in Schweden: „Ich bin durch und durch von Astrid Lindgren durchdrungen und geprägt. Auch die köstlichen Lakrizte-Süßigkeiten mag ich heute noch gerne“, reflektiert Merl.
Jugend in Linz
Ihre Jugend verbrachte die heute 62-jährige gerne in Linz, studierte an der Hochschule Mozarteum in Salzburg, absolvierte Arbeitsstipendien in Krumau, Gmunden und Malo (Italien). Auch ein einjähriger Aufenthalt in Nord- und Mittelamerika prägte die Künstlerin. „Linz ist für mich eine quirlige Kulturstadt. Ich genieße das kulturelle Angebot, die umliegenden, grünen Hügeln, die mächtige Donau mit ihren Ufern und den Hafen, die kurzweiligen Wege mit dem Fahrrad, die netten Gassen und die zahlreichen Gastgärten. Diese Atmosphäre wollte ich auch mit meinem Motiv einfangen“, erzählt Merl, und freut sich über die besondere Gelegenheit, dass ihr Kunstwerk, ab sofort die Edition 2020 der Linzer Torten Dose ziert.
Eigene Linz-Bilder-Reihe
Mit einem Auszug aus einem Linzbild, das von früheren Ölbildern einer Linz-Reihe inspiriert wurde, zeigt sie passend zur nostalgischen Linzer Torte, ein nostalgisches Linz. Für den Rand der Dose, der sich in Blau- und Grüntönen färbt, hat sich die Künstlerin vom Farbenspiel der Donau inspirieren lassen. „Ich vermische gerne Perspektiven und es war mir wichtig, dass Linz selbst auch auf dem Bild existiert“, lässt Merl an der Ideenfindung teilhaben. Eine aktuelle Ausstellung mit Zeichnungen in der Vereinigung Kunstschaffender Oberösterreichs in der Galerie im OÖ Kulturquartier präsentiert Veronika Merl „Raum Frei“ bis 20. November. In ihrer Serie „Wald möbiliert“ arbeitet sie mit feiner Kreuzschraffur und mit Tusche. In diese Szenerie gesetzte Möbelstücke erzählen ihre eigenen Geschichten und laden dazu ein, in die besondere Stimmung der Wälder einzutauchen. Ab Jänner präsentiert Merl ihre Werke auch in der Konditorei Jindrak in der Herrenstraße.
Tradition seit 2015
Seit 2015 beauftragt der Linz Tourismus jedes Jahr einen anderen Künstler aus der Donaustadt, um die Dose der berühmten Linzer Torte zu gestalten: „Die Linzer Torte ist das beliebteste Souvenir und erhält mit der neuen Designdose wieder die perfekte Verpackung. Linz verbindet Kunst mit Genuss. Es ist Tradition und zeitgleich auch etwas Besonderes, dass wir in Linz regionale Künstlergrößen die Möglichkeit gibt sich zu präsentieren. Besonders freut mich auch, dass das Salzamt zu sehen ist“, fasst Kultur- und Tourismusstadträtin Doris Lang-Mayerhofer zusammen. Auch Tourismusdirektor Georg Steiner gerät ins Schwärmen: „Die Torte in der Kunstdose ist ein Sympathieträger und das perfekte Mitbringsel aus Linz. Es ist immer ein schönes Projekt, die Künstler auszuwählen und den Entstehungsprozess mitzuerleben“. Und für Konditormeister Leo Jindrak, Vizepräsident der Wirtschaftskammer OÖ ist die neue Dose „ein echter Hingucker und wurde über die Jahre zum Sammelgegenstand, der oft schnell vergriffen ist. Mir gefällt besonders die harmonische Farbgebung und die Abstimmung der Motive“, so Jindrak.
„Juwel von Linz“
Auch für Bäckermeisterin Corinne Wandling, die vor vier Jahren die k.u.k. Hofbäckerei in der Linzer Pfarrgasse übernommen hat, symbolisiert das Design der Dose Nostalgie pur: „Dieses Bild wirkt sehr vertraut, die Farben und die Art der Zeichnung erinnern mich an Familie, Großeltern, Vertrauen und Liebe“. Die Kunstedition 2020 der Linzer Torte ist auch in der k.u.k. Hofbäckerei, einem „Juwel von Linz“, erhältlich.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden