Linzer Franckviertel im Wandel
LINZ. Mit vielen Projekten ist das Franckviertel einer der Entwicklungs-Hotspots der Stadt. Zudem ist es ein Viertel im Wandel.

Mit 120 Hektar nimmt der Bezirk 1,3 Prozent des Stadtgebiets ein und hat aktuell etwa 6.900 Einwohner, etwas weniger als vor zehn Jahren. Der Stadtteil verfügt im Vergleich zu gesamt Linz über eine etwas ältere Bevölkerung. Nur etwa 28 Prozent fallen in die Gruppe der 20- bis 39-Jährigen (Linz gesamt: 31 Prozent). Im Gegenzug sind etwa 27 Prozent der Franckviertler 60 Jahre oder älter (Linz gesamt: 24 Prozent). Mit zwei Seniorenzentren ist das Viertel jedoch gut versorgt. Bis Mitte der 30er Jahre gibt es hier noch freie Kapazitäten, so Bürgermeister Klaus Luger.
Großprojekte im Viertel
Städtebaulich ist das Franckviertel derzeit ein Hotspot: Im Wimhölzel-Hinterland werden ab 2020 hunderte Wohnungen neu gebaut. Neben den „Nestle-Gründen“ entsteht mit insgesamt 29.300 Quadratmetern Nutzfläche der „Franck Kontor“. Das Gebäude wird ein ein Büro- und Geschäftsgebäude.
Die Pläne die die Nestlé Gründe selbst betreffen liegen derzeit auf Eis. „Die Eigentümer wollen dort beinahe nur Wohnungen. Wir halten das für falsch“, so Bürgermeister Klaus Luger. „Es spricht alles für eine betriebliche Mischnutzung. Die Eigentümer wollen das nicht.“
Neue Raiffeisen-Zentrale
Im Juni dieses Jahres präsentierte die Raiffeisenlandesbank zudem das Ergebnis des Architekturwettbewerbs für den Neubau der Konzernzentrale am Rande des Franckviertels. Derzeit steht auf dem Grundstück noch ein XXXLutz-Möbelhaus, das abwandern soll. Das neue Gebäude nach Plänen von Architekt Kneidinger soll acht Stockwerke und eine Nutzfläche von 24.000 Quadratmetern haben und 1.000 Mitarbeitern Platz bieten.
Die Nachnutzung der derzeitigen Raiffeisen-Zentrale ist noch unklar. Unter Umständen braucht das Unternehmen das Gebäude für eigenen Büros. Aber auch eine Vermietung von Büroflächen oder zusätlichen Wohnungen wären denkbar, so Luger: „Ich halte jede Variante die die Raiffeisenlandesbank derzeit prüft für passend.“
Lonstorferplatz im Fokus
Auch der Lonstorferplatz könnte künftig grüner werden, stellt Luger in Aussicht. „Wir haben und damals andere Nutzungen vorgestellt“, erklärt Luger. So sollte der Platz ursprünglich für einen Grünmarkt und Veranstaltungen zur Verfügung stehen. Demensprechend wurde eine versiegelte Fläche geschaffen. Dies könnte sich ändern: „Der Lonstorferplatz ist sicher einer der Plätze, die für eine Umgestaltung im Sinne des Klimawandels Sinn machen.“


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