Linzer Kautionsfonds hilft künftig bei sozialen Härtefällen
LINZ. Seit 1. Jänner 2020 gibt es einen Linzer Kautionsfonds. Dieser kann ein zinsloses Darlehen zu Abfederung von sozialen Härtefällen bei Anmietung einer Wohnung gewähren.

Oft scheitert die Wohnungssuche trotz dringendem Bedarf an der verlangten Kaution in Höhe von zumeist drei Monatsmieten. Mit 2020 richtet die Stadt Linz einen mit 50.000 Euro dotierten Kautionsfonds ein, aus dem in sozialen Härtefällen ein kostenloses Darlehen zur Aufbringung der Kaution gewährt wird.
Voraussetzung „dringendes Wohnbedürfnis“
Es muss ein dringendes Wohnbedürfnis vorliegen und die Betroffenen können die notwendigen Mittel nicht selbst aufbringen. Die Einkommensgrenzen sind ein monatliches Nettoeinkommen für Alleinstehende bis zu 1.400 Euro, sowie ein monatliches Nettoeinkommen für Paare bis zu 2.100 Euro. Pro Kind erhöhen sich diese Einkommensgrenzen um 200 Euro. Weitere Voraussetzungen sind eine angemessene Wohnnutzfläche von maximal 50 Quadratmetern für die erste Person und maximal 15 Quadratmetern für jede weitere Person.
Rückzahlung binnen 3 Jahren
Die Abwicklung erfolgt über den Geschäftsbereich Soziales, Jugend und Familie der Stadt Linz. Empfänger des Kautionsbeitrages sind die Vermieter. Die Höhe des jeweiligen Kautionsbeitrags ist mit der Hälfte der Bruttokaution bemessen und beträgt maximal 1.500 Euro für Familien und 1.000 Euro für Einzelpersonen. Der Kautionsbeitrag ist im Regelfall innerhalb von drei Jahren zurückzuzahlen.
„Gute Ideen setzen sich durch. Der Linzer Kautionsfonds ist eine wichtige Starthilfe für Wohnungssuchende mit geringem Einkommen“, so Antragstellerin und KPÖ-Gemeinderätin Gerlinde Grünn.


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