"Bildung von klein auf ist elementar"
LINZ. Heute, am 24. Jänner, findet zum dritten Mal der Tag der Elementarbildung statt. Dieser wurde auf Initiative des ÖDKH, der Österreichische Berufsverband der Kindergarten- und Hortpädagogen, ins Leben gerufen, um den Wert, die Vielfältigkeit und die notwendige Professionalität der Elementarbildung in den Mittelpunkt zu stellen. Auch die Kinderfreunde Oberösterreich formulieren an diesem Tag ihre Forderungen für dieses Berufsbild.

Die Anforderungen an Elementarpädagogen steigen stetig, insbesondere die Anzahl der Kinder mit zusätzlichem Förderbedarf erfordert zunehmend Aufmerksamkeit und Zeit. Es sollte selbstverständlich sein, dass die dafür notwendigen Subventionen entsprechend adaptiert werden. Das ist eines der Themen, die die Kinderfreunde einmal mehr thematisieren.
„Das Thema Integration in elementaren Bildungseinrichtungen wird immer bedeutender. Es geht hier zum einen um Kinder mit Migrationshintergrund, aber auch um Kinder, die aufgrund verschiedener Umstände ein erhöhtes Betreuungsausmaß benötigen. Die Ansprüche an das Personal steigen daher enorm. Wir wollen aufzeigen, wie wichtig es ist, durch konkrete Maßnahmen eine optimale Betreuung der Kinder zu gewährleisten und damit einhergehend ein Umfeld zu schaffen, in dem sich diese entfalten können“, sagt Petra Sucherbauer, Geschäftsführerin der Familienzentren GmbH der OÖ Kinderfreunde.
Personalmangel immer gravierender
Wie alle Träger von Kinderbetreuungseinrichtungen müssen auch die Kinderfreunde damit umgehen, dass es immer schwieriger wird, Personal zu rekrutieren. Die Anforderungen an die Mitarbeiter durch Kinder, Eltern und gesetzliche Vorgaben würden stetig steigen. Neben täglich mannigfaltigen Aufgaben sollen immer mehr Kinder im Bereich der Sprache und Integration gefördert werden. Das Thema der Interkulturalität gewinnt an Bedeutung und bringt laufend neue Herausforderungen für das Personal mit sich.
Die Familienzentren GmbH der OÖ Kinderfreunde setzt zahlreiche Maßnahmen, um die Arbeitsbedingungen im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten so attraktiv wie möglich zu gestalten. So stehen jeder Einrichtung Pädagoginnen für die Qualitätssicherung zur Verfügung.
„Das macht uns als Träger einzigartig. Unsere mobilen Pädagoginnen beraten und betreuen die Kol-legen vor Ort regelmäßig. Das entlastet die Leiter enorm und unterstützt auch bei komplexen Problemstellungen“, sagt Petra Sucherbauer. Für neue Mitarbeiter gibt es laufend eigens entwickelte Schulungen, insbesondere Berufseinsteiger profitieren von einer individuellen Begleitung beim Wiedereinstieg und zukünftig auch von einem Ausbildungspass.
Kinderfreunde setzen auf interne Weiterbildungen
Alle Mitarbeiter können zudem regelmäßig Aus- und Weiterbildungsangebote der internen, zertifi-zierten Familienakademie der OÖ Kinderfreunde nutzen. Es werden dabei Themen wie etwa Achtsamkeit, spielerische Konfliktbearbeitung und Mobbing- und Gewaltprävention behandelt.
„In unseren Einrichtungen in Oberösterreich arbeiten rund 600 Mitarbeiter und betreuen täglich bis zu 5.000 Kinder. Wir sind uns als Träger dieser großen Verantwortung bewusst und wollen Rahmenbedingungen schaffen, in denen sich alle wohlfühlen und auf hochprofessioneller Ebene arbeiten können“, erklärt Sucherbauer und weiter: „Das partnerschaftliche Miteinander von Kindern, Eltern und Pädagogen ist die Basis unserer Arbeit“.
Die Familienzentren GmbH der OÖ Kinderfreunde ist überdies Träger des Siegels für betriebliche Gesundheitsförderung und setzt laufend Maßnahmen, um die Arbeitsbedingungen dauerhaft auf hohem Niveau zu halten.
Betriebliche Kinderbetreuung ausbauen
Auch die Kinderbetreuung direkt in Unternehmen gewinne immer mehr an Bedeutung. Es sei eine wichtige Maßnahme für die bestmögliche Vereinbarkeit von Familie und Beruf und verbessere die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter stark. Ein Umstand, der von immer mehr Betrieben erkannt wird.
„Mit dem Erlebniskindergarten in der PlusCity wurde im September 2019 eine betriebliche Einrichtung geschaffen, die sich an der Lebens- und Arbeitssituation der Familien orientiert“, sagt Petra Sucherbauer und weiter: „Mit flexiblen Öffnungszeiten, einem modernen pädagogischen Konzept und einem gut eingespielten Team sorgen wir für eine optimale Betreuung der Ein- bis Sechsjährigen. Alle Betreuungsplätze waren sofort belegt und die Anfragen sind weiterhin zahlreich“.


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