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Folgender Leserbrief hat uns als Reaktion auf Tips-Geschäftsführer Josef Grubers Kommentar „Ungerechte Politik“ zur aktuellen Medienförderung erreicht.

Foto: Billion Photos/Shutterstock.com
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Die beabsichtigten Unterstützungsmaßnahmen der Bundesregierung zur Bewältigung der  wirtschaftlichen Verluste durch die Corona – Krise ist ein höchst umfangreiches, jedoch sehr gutes Paket. Besonders wichtig ist jetzt, dass diese Unterstützungsgelder rasch an die Betroffenen Firmen und Organisationen gehen, um deren Existenz abzusichern. Das gilt natürlich auch für Produkte der Printmedien.

Regionale Zeitungen wie Tips leisten durch die hohe Auflage einen wesentlichen Beitrag zur Information, wenn auch regional begrenzt. Wenn nun wie im Leitartikel der letzten Ausgabe von Tips die Unterstützungsleistungen und die Inseratenzuteilung durch die Bundesregierung als nicht wirklich verständlich beschrieben wird, darf der Sachverhalt sehr wohl hinterfragt werden.

Es liegt wohl daran, dass die Hauptprofiteure der hohen Summe an Unterstützungsgelder und Einschaltgebühren jene Medien sind, die den Politikern aller Parteien die willkommene Präsentationsplattform bieten, die dann gerne und ausgiebig genutzt wird. Durch den Bundesweiten TV-Kanal Oe24 und den Gratiszeitungen Österreich und „heute“ ist diese willkommene tägliche Dauerpräsenz, vor allem für die Regierungsmitglieder, gewährleistet. Diese Bühne kann Tips, bedingt durch den Regionalbezug, natürlich nicht geben und hat damit einen in jeder Hinsicht massiven Nachteil. Diese möglichen, beschriebenen Beweggründe für die scheinbare Bevorzugung bzw. Benachteiligung werden ganz sicher strikt zurückgewiesen oder umfangreich wegargumentiert.

Die Bundesregierung ist daher gut beraten, das notwendige und wichtige Unterstützungspaket für die Wirtschaft und Medienlandschaft nicht als Vorleistung für eine besonders wohlwollende Berichterstattung oder gar persönliche Bevorzugung erscheinen zu lassen. Der im Leitartikel dargestellte Sachverhalt lässt jedoch sehr viel Interpretationsmöglichkeit offen und muss zu Recht hinterfragt werden. Daher ist es geradezu zwingend, Regionalzeitungen wie Tips gleichwertig den großen „Platzhirschen“,  Unterstützungsgeld zukommen zu lassen und mit der Öffentlichkeit dienenden Informationseinschaltungen zu beauftragen.

von Franz Peer

4030 Linz    


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