Kommentar: Ungerechte Politik
In der aktuellen Krisensituation tut die Regierung viel. Nicht alles ist gut überlegt und gerecht.

So wurde vergangenen Freitag ein Hilfspaket für Zeitungen beschlossen, bei dem etwa „heute“ 1,82 Millionen Euro erhält, Wolfgang Fellners „Österreich/Oe24“ 1,81 Millionen. „Tips“ geht bisher leer aus. Dabei haben wir mit 1,067.000 Lesern alleine in Oberösterreich und dem angrenzenden NÖ-West mehr Leser als „heute“ und auch „Österreich/Oe24“ im ganzen Land.
Ähnlich schaut es bei der Vergabe von Inseraten aus. Die Corona-Informationskampagne „Schau auf dich“ des Bundeskanzleramtes wurde in vielen Medien über Wochen mit teilweise drei Seiten pro Erscheinungstag gebucht. „Tips“ hat nach unzähligen Versuchen ein einziges Mal eine Seite erhalten. Auch die anderen kleinen Regionalmedien gingen großteils leer aus.
„Tips“ ist laut Österreichischer Media Analyse zum einen die mit Abstand meistgelesene Zeitung in Oberösterreich und bringt es auch österreichweit auf die höchste Leserzahl in einem Bundesland. Das zeigt, wie beliebt und wichtig Regionalmedien wie die „Tips“ sind. Wir berichten auch über die Krise regionsspezifisch, kommen in alle Haushalte und werden dort nachweislich am meisten gelesen.
Dass Sie mich nicht falsch verstehen: Ich gönne den anderen Medien die Unterstützung. Doch auch wir haben in den letzten Wochen zum Teil über 50 Prozent Umsatzverlust. Warum gilt nicht gleiches Recht für alle? Auch andere Branchen leiden unter unfairen Bedingungen. Schreiben Sie uns. Wir bleiben dran. Bleiben Sie gesund!


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