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OÖ. Durch die Coronakrise hat das Thema „Regionalität“ einen massiven Schub bekommen. Dafür, dass Regionalität auch gelebt wird, setzen sich neben dem Land OÖ auch regionale Unternehmen ein.

Gregor Dietachmayr (Pöttinger), LR Max Hiegelsberger, Werner Beutelmeyer (Market Institut) und Florian Hippesroither (Gourmetfein) (Foto: Land OÖ/Stinglmayr)

Bei einer neuen Umfrage des Linzer Market-Institutes gaben 54 Prozent an „Ich kaufe regional ein“. „In den letzten 20 Jahren ist ein Thema immer mehr nach vorne marschiert: Regionalität“, so Institutsvorstand Werner Beutelmeyer. Durch die Coronakrise ist es nun zu einem kräftigen Schub gekommen. „Es hat die Solidarität zugenommen – eine neue regionale Solidarität. Diesen Schub gilt es nun zu nutzen.“ Dafür müsse Regionalität aber auch sichtbar werden, nicht nur in der Werbung.

Regionalität leben

„Oft ist die Regionalität in der Werbung überstrapaziert“, kritisiert Florian Hippesroither, Geschäftsführer des Michaelnbacher Unternehmens Gourmetfein. „Wir haben 2014 begonnen das Thema zu leben. Wir haben uns 39 Schweinebauern in OÖ gesucht und wir schreiben hinten auf die Packung, wer der Lieferant ist.“ Dies sei für Bauern und Konsumenten wichtig. Denn zum einen bringe es mehr Wertschätzung für den Produzenten, zum anderen bekomme der Konsument Wahlfreiheit. „Herkunftskennzeichnung muss einfach gehen, damit sich der Konsument bewusst entscheiden kann“, sind sich Hippesroither und Agrarlandesrat Max Hiegelsberger einig.

In Regionalität investieren

Haben sie die Wahlfreiheit, sind die heimischen Konsumenten durchaus auch bereit für die regionalen Produkte mehr zu bezahlen. Studien haben gezeigt, dass bei bis zu zehn Prozent Preisdifferenz zu den heimischen Produkten gegriffen wird. Diese Mehreinnahmen - die in Folge auch der heimischen Landwirtschaft zu Gute kommen könnten - ließe der Handel derzeit liegen, so Hiegelsberger. Dies sei nicht nur für die Landwirte nachteilig, sonder für die ganze Wirtschaft.

Turbo für die heimische Wirtschaft

„Die vielfältige bäuerliche Landwirtschaft und das Lebensmittelhandwerk prägen das Bild unserer Heimat und sichern Arbeitsplätze und Lebensqualität. Landwirtschaftliches Einkommen und erwirtschaftete Gewinne werden umgehend wieder in der regionalen Wirtschaft eingesetzt“, so Hiegelsberger. Dies kann Gregor Dietachmayr, Vorstandsmitglied des Grieskirchner Landtechnik-Unternehmens Pöttinger, nur bestätigen: „Wenn die Bauern etwas verdienen, können sie zum Beispiel in zeitgemäße Technik investieren.“ Dies kurbelt weitere Wirtschaftsbereiche an. „Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Landwirtschaft geht also weit über die im Bruttoinlandsprodukt angegebenen Prozentzahlen hinaus.“


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