Neue Corona-Maßnahmen: Oberösterreich plant keine zusätzlichen Verschärfungen
OÖ. Die Bundesregierung hat am 19. Oktober weitere Verschärfungen der Corona-Maßnahmen bekannt gegeben, unter anderem gilt bei privaten Zusammentreffen indoor ab Freitag, 23. Oktober eine Obergrenze von sechs Erwachsenen - Tips hat berichtet. Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer verteidigt die bundesweiten neuen Maßnahmen, plant aber aktuell keine regionalen Verschärfungen.

In Oberösterreich gelten ab Dienstag, 20. Oktober als zusätzliche regionale Maßnahmen die verpflichtende Registrierung in der Gastro sowie erweiterter Schutz in Alten- und Pflegeheimen - Tips hat berichtet.
Zusätzlich dazu und zusätzlich zu den am 19. Oktober vom Bund veröffentlichten neuen Maßnahmen plant Oberösterreich aber aktuell keine regionalen Verschärfungen, auch keine Sperrstunden-Vorverlegung, „Experten befürchten, dass sich noch mehr unkontrolliert in den Privatraum verlagert. Außerdem gibt es seit Wochen konsequente Kontrollen der Exekutive zur Einhaltung der Sperrstunden in der Gastronomie“, so Landeshauptmann Stelzer.
Bislang gab es über 16.000 Kontrollen in Oberösterreich, aus denen nur rund 170 Anzeigen (ein Prozent) resultierten.
„Österreichweites Vorgehen richtig“
Grundsätzlich seien österreichweite Schutzmaßnahmen aber wichtig und richtig, so Landeshauptmann Stelzer. „In ganz Österreich steigen die Infektionen rasant an. Ein österreichweites Vorgehen ist daher der richtige Weg.“ In einer Videokonferenz haben sich zuvor die Landeshauptleute mit dem Bundeskanzler und Gesundheitsminister abgestimmt. Die von der Bundesregierung präsentierten Maßnahmen sind aus der Sicht des Landeshauptmannes notwendig, um die Kontrolle über das Virus zu behalten.
Forderung: Quarantäne verkürzen
Stelzer drängte in der Konferenz der Landeshauptleute mit der Bundesregierung darauf, die derzeit geltenden Quarantänevorschriften zu überdenken. Eine Verkürzung von zehn auf fünf Tage wäre aus oberösterreichischer Sicht sinnvoll.
In Oberösterreich befinden sich aktuell rund 8.000 Personen in Quarantäne - Tendenz stark steigend.


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